Individuell, flexibel und intelligent Ordnungssystem: Hochaktuell seit 45 Jahren

Der Originalentwurf des "Uten.Silo" stammt aus dem Jahr 1969 - damals war Plastik der dominierende Werkstoff im Design. Und Dorothee Becker hatte keine Ahnung, dass ihr Zufallsentwurf noch Jahrzehnte später ein beliebter Ordnungshüter sein würde, der in Sammlungen weltweit seinen festen Platz in der Designgeschichte findet.

Uten.Silo: "Ordnung kann man nie genug haben. Schön, dass mein Ordnungssystem heute noch immer so aktuell ist"

(Foto: Sorin Morar)

Aus einem Holzlegespiel mit geometrischen Formen, welches sie für ihre Kinder entwickelt hatte, entstand die Produktidee für ein Wandobjekt mit Fächern oder Köchern zum Verstauen von Dingen, die man schnell zur Hand haben möchte. Dabei war Becker weder Designerin noch kannte sie sich besonders mit Fertigungstechniken aus. Ingo Maurer, ihr damaliger Ehemann und Koryphäe des Licht-Designs, investierte in eine Spritzgussform für die Kunststoffherstellung.

Dorothee Becker hat mit ihrem Zufallsentwurf auch nach Jahrzehnten noch Erfolg.

(Foto: SZ)

Heute produziert Vitra das "Uten.Silo". Es ist zeitlos gut, hat nichts von seinem multifunktionalen Charakter verloren und ist eine universelle Antwort auf unser Bedürfnis nach Struktur und analoger Ordnung, wenn der digitale Datenwahn überhandnimmt. Becker benutzt selbst ein "Uten.Silo" in ihrem Badezimmer zu Hause in München.

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Süddeutsche Zeitung

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PLAN W ist das Wirtschaftsmagazin der Süddeutschen Zeitung am Wochenende. Viermal jährlich überraschende Fakten, begeisternde Reportagen und bewegende Vorbilder. Alle bisher erschienenen Ausgaben finden Sie hier.

Ausstellung: Alle hier gezeigten Designobjekte sind noch bis zum 10. Januar 2016 in der Neuen Sammlung / Pinakothek der Moderne in München zu sehen. (Mehr Informationen unter: www.die-neue-sammlung.de)