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Bildungsstudie:Diese Runde geht an Sachsen

Führend in Mathe, Informatik und den Naturwissenschaften: Eine neue Bildungsstudie sieht Sachsen und Thüringen vorne. Aber auch andere Länder können punkten.

Ein neuer Bildungsvergleich, neue Ergebnisse: Sachsen und Thüringen bieten einer Studie zufolge die beste Bildung, um wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Die beiden ostdeutschen Bundesländer würden vor allem bei Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften punkten, hieß es in einer Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft.

Neuer Bildungsmonitor: Bayern verliert Spitzenplatz

Sachsens Bildungssystem liegt nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft deutschlandweit vorne.

(Foto: dpa)

Baden-Württemberg und Bayern folgen auf den Rängen drei und vier. Die süddeutschen Länder hätten im Vergleich zum Vorjahr die Qualität der Schulen weiter verbessert und würden Jugendlichen die besten Chancen für einen erfolgreichen Start in den Arbeitsmarkt bieten.

Auf den letzten Rängen liegen Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Der Studie zufolge wird der Bevölkerungsrückgang vor allem in Westdeutschland helfen, die Bildungsausgaben pro Kopf zu steigern. Selbst bei Einsparungen in den Länderhaushalten könnte jeder Schüler im Durchschnitt mit mehr Geld gefördert werden.

Alle Bundesländer verbesserten der Studie zufolge ihre Bildungssysteme. Damit seien erneut die Bedingungen für eine Förderung des Wirtschaftswachstums in Deutschland besser geworden, heißt es in der Untersuchung. Die Fortschritte fielen aber meist moderater als in den Vorjahren aus.

Thüringen und Sachsen bleiben laut Bildungsmonitor die "Kaderschmieden" für den Nachwuchs in den sogenannten MINT-Wissenschaften (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, technische Wissenschaften). Beide Länder wiesen trotz Defiziten in der Vermittlung von Fremdsprachenkompetenzen weiter die höchste Schulqualität auf und seien erfolgreich bei der Vermeidung von Bildungsarmut.

Die seit 2004 herausgebrachte Studie vergleicht die Bildungsanstrengungen anhand von 111 Kennziffern, darunter die Ergebnisse verschiedener Schulleistungstests, Abbrecherquoten und der Zahl der ausgebildeten Ingenieure. Die Daten stammen meist von 2008, neuere statistische Angaben liegen den Autoren zufolge nicht vor.

© sueddeutsche.de/Reuters/AFP/holz

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