WHO besorgt über Gonorrhö Tripper-Erreger zunehmend gegen Medikamente resistent

Die WHO befürchtet, dass es in absehbarer Zeit keine Heilung mehr gegen die Geschlechtskrankheit Tripper geben wird. In mehreren Ländern, auch in Europa, wurden alarmierende Resistenzen gegen Antibiotika beobachtet.

Für Millionen Menschen, die sich mit der Geschlechtskrankheit Tripper infizieren, könnte es in absehbarer Zeit keine Heilung mehr geben. Davor warnte am Mittwoch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Gegen ein Breitband-Antibiotikum, das bislang als letzte Behandlungsmöglichkeit für die so genannte Gonorrhö galt, seien in vielen Ländern Resistenzen beobachtet worden.

"Die Gonorrhö wird durch hohe Infektionsraten und schwindende Behandlungsmöglichkeiten zu einer bedeutenden Herausforderung für das Gesundheitswesen", sagte die zuständige WHO-Expertin Manjula Lusti-Narasimhan. Jedes Jahr würden sich weltweit 106 Millionen Menschen - fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr - mit der Krankheit infizieren.

Unter anderem aus Australien, Frankreich, Japan, Norwegen und Schweden gebe es alarmierende Berichte über Resistenzen der als Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) bekannten Erreger gegen Cephalosporine, eine Gruppe von Breitband-Antibiotika. Neben erheblich größerer "Wachsamkeit" von Medizinern bei der Anwendung von Antibiotika seien dringend Forschungen zur Suche nach alternativen Behandlungsmethoden erforderlich.