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Tipps für den Einkauf von Brotaufstrichen:Öl in den Pasten

Das Problem des ungewohnten Geschmacks umgehen Aufstriche, die auf der Basis von Sonnenblumenkernen und -Öl hergestellt werden. Das Pflanzenöl ist geschmacksneutral. Gesundheitlich betrachtet ist es jedoch nicht der große Wurf. "Sonnenblumenöl ist ein billiges Öl und enthält hauptsächlich Omega-6-Fettsäuren, von denen wir ohnehin genug in der Nahrung haben", sagt Gerhard Jahreis, Ernährungswissenschaftler der Universität Jena. Pflanzenpasten mit viel Öl können es zudem auf weit über 200 Kilokalorien pro 100 Gramm bringen, eine Zahl, die der mancher Wurst nicht nachsteht.

Alles in allem aber sind die meisten Brotaufstriche durchaus zu empfehlen. Forscher haben gezeigt, dass Menschen, die täglich mehr als 40 Gramm verarbeitetes Fleisch essen, ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs haben. Wer Wurst immer mal wieder durch pflanzliche Aufstriche ersetzt, reduziert diese Gefahr.

Allerdings sind die Cremes kein Ersatz für frisches Obst oder Gemüse. Dies gilt vor allem für die Pasteten auf Hefebasis. Hefe selbst wird ja auch gar nicht den Pflanzen zugeordnet, sondern gehört zu den Pilzen, die ein eigenes Reich im System der Lebewesen bilden. Den Hefen fehlen vor allem die sekundären Pflanzenrohstoffe sowie eine Reihe von Vitaminen, sagt Daniela Krehl. Und auch für die anderen Aufstriche gilt, dass das verarbeitete Gemüse nicht so wertvoll ist wie frisches.

Als Alternative für Veganer bietet sich damit auch eine mediterrane Gewohnheit an: Brot wird pur oder mit Olivenöl beträufelt zu Salat oder frischem Gemüse gegessen. Vegetarier können genausogut Magerquark oder Hüttenkäse auf ihre Stullen schmieren und diese mit frischem Gemüse oder Kräutern belegen.