Medizin:Die Nase der Schwangeren

Lesezeit: 2 min

Medizin: Subjektiv klagen Schwangere über eine hohe Geruchsempfindlchkeit, objektiv nachweisen lässt sich das kaum.

Subjektiv klagen Schwangere über eine hohe Geruchsempfindlchkeit, objektiv nachweisen lässt sich das kaum.

(Foto: Aaron Amat/mauritius images)

Können Schwangere wirklich besser riechen und reagieren deshalb empfindlicher auf unangenehme Gerüche? Millionen Frauen würden sagen: ja. Die Wissenschaft sagt etwas anderes.

Von Werner Bartens

Als Günter Grass gefragt wurde, ob Literatur etwas bewirken kann, entgegnete der spätere Nobelpreisträger, immerhin sei der Verkauf von Aal nach Erscheinen seines Welterfolges "Die Blechtrommel" zurückgegangen. Im Roman übergibt sich die Mutter des Titelhelden Oskar Matzerath, als sie am Strand den Kopf eines toten Pferdes sieht, den ein Angler als Köder für Aale nutzt - kurz darauf stellt sich heraus, dass Oskars Mutter schwanger ist. Es gilt als populäres Alltagswissen, dass Schwangere auf Gerüche empfindlicher reagieren. Millionen Frauen können nicht irren. Demnach kann der Geruchssinn in der Schwangerschaft so übersteigert sein, dass sogar der Duft der Lieblingsspeise oder des Partners nicht mehr zu ertragen ist und Übelkeit auslöst.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
alles liebe
Liebe und Partnerschaft
»Zu Beginn verschmelzen Menschen oft regelrecht«
Altersunterschiede in der Liebesliteratur
Die freieste Liebe
Die Performerin und Choreografin Florentina Holzinger
Kunst
»Sich über Scham hinwegzusetzen hat etwas Ermächtigendes«
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Erziehung
Sei bitte endlich ruhig, bitte
Zur SZ-Startseite