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Gesundheit - Sonneberg:Bundeswehr unterstützt Corona-Schwerpunkt Sonneberg

Corona
Ein Wissenschaftler hält einen Corona Schnelltest in der Hand. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Sonneberg (dpa/th) - In der Corona-Krise hat der zuletzt besonders betroffene Landkreis Sonneberg Unterstützung durch die Bundeswehr erhalten. Eine Ärztin und eine Hygienikerin des Bundeswehr-Standorts Erfurt sowie ein Bundeswehr-Epidemiologe aus Karlsruhe seien in den vergangenen Tagen in den Landkreis gekommen, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Auch zwei Ärzte des Robert Koch-Instituts (RKI) Berlin seien zunächst zur einmaligen Unterstützung vor Ort gewesen. Das Bundeswehr-Team soll dagegen bis auf weiteres regelmäßig im Kreis tätig sein, hieß es.

Bislang tauschten sich die Fachleute demnach mit dem Krisenstab des Landratsamtes aus, besuchten Einrichtungen kritischer Infrastruktur und gaben Hinweise und Handlungsempfehlungen.

Der Südthüringer Landkreis gilt als ein im Freistaat besonders vom Coronavirus betroffenes Gebiet, zuletzt hatten sich dort einige Bewohner und Mitarbeiter in einem Pflegeheim mit dem Virus infiziert. Auch ein Krankenhaus in dem Kreis war bereits ein Brennpunkt gewesen. Insgesamt sind in dem Landkreis laut Website bislang 264 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden (Stand: 5. Juni 24.00 Uhr). Das waren drei mehr als am Vortag. 167 gelten als genesen. 20 Menschen, bei denen das Virus festgestellt wurde, sind gestorben.

Die Rate der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag am Samstag laut Landratsamt mit 29,3 unter der kritischen Marke von 50. Thüringenweit lag der Wert laut Staatskanzlei am Samstag bei 3,4.

Innerhalb der Corona-Krise hat die Bundeswehr bereits andere Regionen in Thüringen unterstützt. So waren etwa Sanitäter der Bundeswehr als mobile Abstrichteams im Landkreis Greiz im Einsatz.

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