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Gesundheit - Hamburg:Krankenhauskeime: Weniger Todesfälle in Hamburg

Hamburg (dpa/lno) - In Hamburg sind im vergangenen Jahr 26 Menschen gestorben, deren Tod mit Krankenhauskeimen in Verbindung steht. Das war ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als 69 solche Fälle gezählt wurden, wie aus der Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU-Abgeordneten Birgit Stöver (CDU) hervorgeht. Bis zum 15 Juni des laufenden Jahres wurden weitere 10 Todesfälle registriert. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die mit so genannten Krankenhauskeimen infizierten gestorbenen Patienten oft bereits unter schweren Grunderkrankungen litten. Es sei medizinisch häufig nicht eindeutig festzustellen, ob die Infektion oder die Grunderkrankung für den Tod verantwortlich sei, heißt es in der Senatsantwort.

Die Aussagekraft der Angaben ist ohnehin sehr begrenzt, da Infektionen in den Krankenhäusern nur bei bestimmten Keimen, bei einer Epidemie oder dem Auftreten von mehreren Keimen an die Gesundheitsämter zu melden sind. Insofern dürfte es eine Dunkelziffer geben von Patienten, deren Tod im Zusammenhang mit Krankenhauskeimen steht, die aber statistisch nicht erfasst werden. "Zahlen zu Erkrankungen und Todesfällen, die auf sogenannte Krankenhauskeime zurückzuführen sind, liegen der für Gesundheit zuständigen Behörde im Sinne der Fragestellungen daher nur in Ausnahmefällen vor", heißt es in der Antwort des Senats.

Die CDU-Abgeordnete forderte mehr Kontrollen. "Jedes Jahr sterben Menschen an Krankenhauskeimen. Diese tragischen und sinnlosen Todesfälle könnten zumindest teilweise vermieden werden, wenn Hygienestandards stets eingehalten werden", sagte Stöver. "Dafür ist es auch in Zeiten des Fachkräftemangels wichtig, dass die Einhaltung der Standards regelmäßig überwacht wird." Dass das Gesundheitsamt lediglich bei Beschwerden über Hygieneverstöße den Sachverhalt vor Ort prüfe, sei zu wenig.