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Epidemie gestoppt:Liberia gewinnt den Kampf gegen Ebola

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"Ebola must go" - mit dieser Kampagne, hier auf einem Plakat in Monrovia (Archivbild vom Februar 2015), sagten die Helfer der Epidemie den Kampf an. Nach Angaben der WHO ist dieser zumindest in Liberia gewonnen.

(Foto: AFP)
  • Als erstes der am stärksten betroffenen Länder hat Liberia die Ebola-Epidemie gestoppt.
  • Seit sieben Wochen hat es keine Neu-Erkrankungen mehr gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation erklärt Liberia für seuchenfrei.
  • Dennoch ist weiter Vorsicht geboten, da es in den Nachbarländern Guinea und Sierra Leone zuletzt noch zu Neu-Infektionen gekommen war.

WHO erklärt Liberia für Ebola-frei

Eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika hat Liberia den Kampf gegen die Seuche offenbar gewonnen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Liberia am Samstag für Ebola-frei erklärt. Seit 42 Tagen, also der doppelten maximalen Inkubationszeit, sei in dem westafrikanischen Staat keine Neuinfektion erfasst worden, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mit. Gleichzeitig mahnte sie allerdings zur Wachsamkeit, solange die Seuche im benachbarten Guinea und Sierra Leone noch präsent sei.

Geringste Zahl an Neu-Infektionen in Sierra Leone und Guinea

Liberia ist das erste der drei besonders betroffenen Länder, das diesen Erfolg feiert. In Sierra Leone und in Guinea waren zuletzt jeweils neun Neu-Infektionen in einer Woche gezählt worden. Das war laut WHO die geringste Zahl an neuen Fällen in diesem Jahr.

Seit Dezember 2013 waren mehr als 26 000 Menschen an Ebola erkrankt. Rund 11 000 von ihnen starben. Unter ihnen waren auch 500 Gesundheitshelfer. Die Dunkelziffer bei den Todesfällen dürfte wesentlich höher liegen. Liberia hatte unter den Ländern Westafrikas die höchste Zahl an Toten zu beklagen (4700 bei 10 500 Erkrankten). Im Laufe der Epidemie waren auch in Nigeria, Mali und Senegal Menschen erkrankt.

Die WHO mahnt zugleich, die Aufmerksamkeit gegenüber dem Virus dürfe nicht nachlassen. Es seien weiterhin große Anstrengungen nötig, um das Virus im Zaum zu halten.