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BUND-Untersuchung zu Glyphosat:Beobachtungen aus Tierversuchen

Dagegen gehen die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie etliche nationale Gesundheitsbehörden nicht von gravierenden Gefahren aus. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht keinen Nachweis einer erbschädigenden Wirkung und zweifelt an der Aussagekraft einiger Tierstudien. Die Bundesbehörde verweist zugleich in einer Stellungnahme aus dem vergangenen Jahr darauf, dass Glyphosatfunde im Urin erwartbar seien, aber kein gesundheitliches Risiko bergen, solange die zulässigen Höchstwerte nicht überschritten werden.

Nach den Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden im Jahr 2011 deutschlandweit 1112 Untersuchungen auf Glyphosatrückstände vorgenommen. In 46 Proben wurden Rückstände gefunden. Bei 35 Proben überschritten die Werte den zulässigen Höchstgehalt.

Glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel werden nach Angaben des BUND weltweit am häufigsten verkauft und sind auch innnerhalb der EU die meistgenutzten Herbizide. Verwendet werden sie vor allem in der Landwirtschaft, aber auch in Parks, im Weinbau oder in Hausgärten.

Auf mehr als vier Millionen Hektar - das sind rund 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland - werden demnach Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat eingesetzt. In Nord- und Südamerika werden sie in großem Stil beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ausgebracht. Neben Monsanto bieten auch Bayer, Syngenta und BASF Unkrautvernichtungsmittel an, die Glyphosat enthalten.

© Süddeutsche.de/beu
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