Neuer 50-Euro-Schein Das kann der neue Fünfziger

Die neue Banknote verfügt bei ähnlichem Design wie ihr Vorgänger über verbesserte Sicherheitsmerkmale und wird am 4. April in Verkehr gebracht.

(Foto: Boris Roessler/dpa)
  • Am 4. April kommt ein neuer 50-Euro-Schein in Umlauf. Er soll besonders fälschungssicher und für Blinde besser unterscheidbar sein.
  • In den vergangenen Monaten hat die Bundesbank bereits neue 10- und 20-Euro-Scheine in Umlauf gebracht.
Von Julian Rodemann

Wenn Anfang April der neue 50-Euro-Schein in Umlauf kommt, werden sich Blinde besonders freuen. Sie werden den neuen Fuffziger leichter als bisher von anderen Scheinen unterscheiden können. Denn die neue Banknote ist mit geriffelten Erhebungen an den Rändern der Vorderseite versehen. Die bereits eingeführten neuen Zwanziger- und Zehnerscheine haben ebenfalls einen fühlbaren Streifen - allerdings nicht durchgängig wie auf dem Fünfziger, sondern mit glatten Unterbrechungen: Zwei glatte Stellen bedeuten 20 und eine glatte Stelle 10 Euro.

Rein optisch unterscheidet sich der am 4. April erstmals erhältliche 50-Euro-Schein jedoch kaum von seinem gleich großen Vorgänger. Allein der braune Farbton ist etwas kräftiger geworden und die Zahl 50 links unten auf der Vorderseite glänzt jetzt in Smaragdgrün. Ansonsten wurden vor allem die Sicherheitsmerkmale verbessert, darunter ein sogenanntes Fenster, eine durchsichtige Stelle, wie schon beim neuen Zwanziger. Außerdem kann man auf der linken Hälfte des Scheins nun zwei neue Wasserzeichen erkennen.

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Neue Scheine sorgen tatsächlich für weniger Fälschungen

"Ziel ist, dass nicht nur Einzelhändler und Bankangestellte, sondern jeder Bürger die Scheine auf ihre Echtheit hin überprüfen kann", sagt Reiner Pillep von der Bundesbank. Gerade beim Fünfziger ist das wichtig: Der braune Schein wird mit Abstand am häufigsten gefälscht, rund 50 000 falsche Fuffziger kursierten 2016 in Deutschland. Der Fünfziger ist auch der am weitesten verbreitete Schein, er macht 41 Prozent des gesamten Bargelds aus.

Mit der Einführung des neuen Zwanzigers Ende 2015 gelang es den Notenbankern, den Fälschern ihr Handwerk zu erschweren: Die Anzahl der 20-Euro-Blüten ging um 14 Prozent zurück. Ähnliches erhoffen sich Pillep und seine Kollegen nun auch vom neuen 50-Euro-Schein.

Eine weitere Neuerung fällt erst bei näherem Betrachten auf: Mario Draghis Unterschrift ist auf dem neuen Schein kleiner als auf dem alten. Ob das an der unpopulären Niedrigzinspolitik des EZB-Chefs liegt? "Interpretationssache", sagt Pillep und grinst.

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