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Geldanlage:Angebote bei VL-Fonds sind höchst unterschiedlich

Meist handelt es sich dabei um Aktienfonds, die für das langfristig Sparen besonders geeignet sind. Dazu kann auch der sogenannte Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt) beitragen: Wer monatlich anlegt, kauft für den jeweils gleichen Betrag, also maximal 40 Euro beim VL-Sparen, Fondsanteile und erhält dafür in schlechten Börsenzeiten mehr und in guten weniger Fondsanteile.

Damit kauft der Investor langfristig zu einem niedrigeren Durchschnittskurs, als wenn er in Hochphasen gekauft hätte. Das disziplinierte monatliche Fondssparen ist somit auch ein Mittel gegen die gefährliche Neigung, nur während eines Börsenbooms zu kaufen. "Viele suchen bei der Anlage an der Börse die beste Einstiegszeit. Mit dem monatlichen Einzahlen hat man diese Hürde, die bei langfristig denkenden Fondssparern ohnehin keine Rolle spielen sollte, schon einmal genommen", sagt Hedrich.

Nach sieben Jahren können in einer guten Börsenzeit 5000 Euro auf dem Konto sein

Die Angebote bei VL-Fonds sind allerdings höchst unterschiedlich. Zu unterscheiden sind vor allem zwei Produktgruppen. Erstens: Fonds, die passiv den Wert eines Aktienindex, wie etwa den Deutschen Aktienindex (Dax) nachbilden. Bei diesen Indexfonds sind die Gebühren niedriger.

Sie können, da sie sich so wie der ausgewählte Marktindex entwickeln, aber nicht besser als der Markt abschneiden. Zweitens: Fonds, bei denen Manager aktiv die Aktien auswählen, in die investiert wird. Bei den aktiv gemanagten Fonds sind die Gebühren höher, der Anleger hat aber die Chance, mit dem Fonds besser als der Markt abzuschneiden, wenn der Fondsmanager den richtiger Riecher hatte.

Beispiel: Der Fonds DWS Deutschland (siehe Tabelle) investiert in deutsche Standardwerte wie Allianz, SAP oder Siemens mit einem sehr guten Ergebnis. Wer sechs Jahre lang 40 Euro pro Monat eingezahlt hat und das Kapital ein Jahr ohne weitere Einzahlungen ruhen ließ, konnte sich laut DWS Anfang 2017 nach sieben Jahren etwa 5000 Euro vor Steuern auszahlen lassen - trotz der Kaufgebühr (Ausgabeaufschlag) von fünf Prozent. Mit 40 Euro im Monat lässt sich also durchaus etwas machen.

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