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Finanzen kompakt:US-Parlamentarier drohen China

Im Währungsstreit zwischen den USA und China nimmt an Schärfe zu - das Repräsentantenhaus hat sich für Strafzölle ausgesprochen. Außerdem: Die Steuererklärung ist bald nur noch alle zwei Jahre nötig. Das Wichtigste in Kürze.

Im Währungsstreit mit China erhöhen die USA den Druck auf Peking. Das Repräsentantenhaus stimmte für Strafzölle auf chinesische Importe. Nach Ansicht der Abgeordneten hält China seine Währung künstlich unterbewertet, um sich damit unfaire Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

A worker checks the authenticity of a yuan banknote at a restaurant in Hefei, Anhui province

Die USA wollen China zwingen, den Yuan aufzuwerten.

(Foto: REUTERS)

Vergangene Woche hatte sich bereits Präsident Barack Obama in einem direkten Gespräch mit Chinas Premier Wen Jiabao noch einmal dafür eingesetzt, dass der Yuan aufgewertet wird.

Die Abgeordneten votierten mit 348 gegen 79 Stimmen für den Entwurf. Nun muss er noch den Senat passieren, wo ihm allerdings wenig Chancen eingeräumt werden. Die New York Times sprach von einer "symbolischen, aber nicht unbedeutenden" Maßnahme der Abgeordneten.

Die US-Ökonomie weist ein riesiges Leistungsbilanzdefizit auf, das zu großen Teilen auf einem Defizit im Außenhandel beruht: Die größte Volkswirtschaft der Welt importiert deutlich mehr als sie exportiert. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei rund 380 Milliarden Dollar. Dabei spielt der Außenhandel mit China eine große Rolle. Der Währungsstreit schwelt bereits seit Jahren, erst im Juni versprach China eine Flexibilisierung des Wechselkurses. Seither gewann die chinesische Währung nur rund zwei Prozent hinzu.