ErnährungDiese Siegel sollten Sie kennen

Die bewährtesten Siegel für die Ökolandwirtschaft, den fairen Handel, Nachhaltigkeit und die Regionalität.

Von Berit Uhlmann

Süddeutsche.de hat Verbraucherorganisationen nach Ihren Empfehlungen für Gütesiegel bei Lebensmitteln gefragt. Hier ihre Einschätzungen.

Bio-Siegel

"Absolut empfehlenswert", nennt Harald Seitz vom Aid-Informationsdienst, einem vom Verbraucherministerium finanzierten Beratungsportal, die beiden Biosiegel. Auch Foodwatch, die Verbraucherinitiative und die Verbraucherzentrale Bayern halten sie für sehr zuverlässig.

Dabei ist es egal, ob das sechseckige deutsche oder das EU-Siegel mit den in Blattform angeordneten Sternen verwendet wird. "Die Standards sind die gleichen", so Seitz. Das deutsche Siegel ist das ältere und eigentlich nicht mehr notwendig, es wird aber wegen seiner großen Bekanntheit noch immer verwendet. Beide Siegel haben klare Kriterien und werden staatlich kontrolliert.

Auch die Siegel der Bioverbände (Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecoland, Ecovin, Gäa und Naturland) schätzen Seitz und Daniela Krehl von der Verbraucherzentral Bayern als sehr zuverlässig ein. Ihre Kriterien gehen oft noch über das herkömmliche EU-Siegel hinaus, das sie ja ebenfalls tragen. "Die Verbandssiegel werden zwar nicht staatlich kontrolliert", sagt Krehl: "Sie werden aber von unabhängigen Zertifizierungsstellen überprüft". Dagegen gehen Bio-Eigenmarken von Handelskonzernen wie Aldi, Lidl oder Rewe in der Regel nicht über den EU-Standard hinaus, so Seitz.

5. März 2014, 07:482014-03-05 07:48:58 © Süddeutsche.de/beu/dd