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Dunkin' Brands an der Wall Street:Eine Aktie nach Homer Simpsons Geschmack

Börsianer stürzen sich auf süßes Gebäck mit einem Loch in der Mitte. Die US-Fastfood-Kette Dunkin' Brands geht an die Börse, und das erfolgreich: Die Aktie springt nach der Ausgabe fast 50 Prozent ins Plus.

Das Besondere ist das Nichts. Erst das Loch in der Mitte macht den Donut zum Donut. Anleger halten das runde Gebäck offenbar für eine substantielle Anlage: Dunkin' Brands, die Mutterfirma von Dunkin' Donuts und Baskin-Robbins, ist an die Börse gegangen - und die Aktien schossen an ihrem ersten Handelstag steil nach oben. In New York schlossen sie 47 Prozent im Plus bei fast 28 Dollar. Dunkin' Brands hatte die Aktien zu 19 Dollar ausgegeben und damit insgesamt 423 Millionen Dollar (292 Mio Euro) eingesammelt.

Vom "Bavarian-Kreme"-Donut bis zum Captain-America-Donut in patriotischer Sternform: Dunkin' Donuts ist berühmt für sein süßes Gebäck, verkauft aber auch Sandwiches, Kaffee und Bagels. Zu Dunkin' Brands gehört auch die Eiscreme-Kette Baskin-Robbins.

In der Popkultur haben Donuts längst ihren Platz gefunden: als liebstes Suchtmittel der Cartoon-Figur Homer Simpson. Doch auch in Deutschland verbreitet sich die amerikanische Süßigkeit - spätestens seit das erst Dunkin' Donuts-Restaurant in Berlin eröffnete. Mittlerweile hat die Kette hierzulande 30 Filialen, allerdings nur in der Hauptstadt und Nordrhein-Westfalen.

Gegründet wurde das Unternehmen 1960 im US-Bundesstaat Massachusetts von William Rosenberg. Die Legende besagt, dass er seine Karriere damit begann, Eis aus einem Truck heraus zu verkaufen. Er starb im Jahr 2002. Heute betreibt sein Unternehmen 16.000 Cafés in 57 Ländern - und ist damit immerhin halb so groß wie McDonald's. Wenn es darum geht, wo sich die Amerikaner ihr Frühstück holen, heißt der schärfste Rivale jedoch Starbucks. Die Kaffeekette aus Seattle ist bereits seit 1992 an der Börse.