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Bericht der Bundesnetzagentur:Ausbau der Netze treibt den Strompreis nach oben

Was kostet die Energiewende? Die Bundesnetzagentur erwartet, dass die Strompreise für Privathaushalte um bis zu sieben Prozent steigen. Grund sind höhere Investionsausgaben für den Ausbau der Stromnetze.

Den Verbrauchern in Deutschland drohen durch den Ausbau des Stromnetzes steigende Preise. Der Grund sind höhere Entgelte zur Finanzierung neuer Verteilerleitungen und einer verbesserten Infrastruktur für die Netze.

Nach Schätzungen der Bundesnetzagentur werde sich Haushaltsstrom allein dadurch in den kommenden Jahren um fünf bis sieben Prozent verteuern, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dabei werde eine Steigerung der Netzentgelte um 16 bis 24 Prozent unterstellt. Für Industriestrom ist demnach sogar eine Erhöhung der Netzentgelte um bis zu 54 Prozent und eine Strompreissteigerung von bis zu acht Prozent absehbar.

Die Behörde stützt ihre Prognosen auf verschiedene Szenarien für den Netzausbau. Die angenommene Investitionsspanne reiche dabei von knapp 30 bis zu 47,5 Milliarden Euro. Die Energiewende werde zwangsläufig "zu einer weiteren Erhöhung der Netzentgelte und damit des Strompreises führen", heißt es in einem Bericht für eine Sitzung des politischen Beirats der Netzagentur.

Netzentgelte sind Gebühren, die die großen Stromnetzbetreibern dafür berechnen, dass sie den Strom durch ihre Netze leiten. Die Stromanbieter, wie etwa Stadtwerke, geben diese Kosten an ihre Kunden weiter. Etwa ein Viertel des Strompreises machen diese Netzentgelte aus.