DB Navigator

Was kann das?

Die Deutsche Bahn ist in der jüngeren Vergangenheit wahrlich nicht als besonders serviceorientiertes Unternehmen aufgefallen - wer im Sommer in einem ICE mit schwächelnder Klimaanlage saß, kann ein Lied davon singen. Soeben hat der Konzern angekündigt, 330 Millionen Euro in Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit zu stecken. Wetten, dass nur ein Bruchteil der Summe in die Weiterentwicklung der iPhone-App DB Navigator fließen wird? Die hat das nämlich gar nicht nötig, sie ist für Bahnverhältnisse beinahe erschreckend perfekt.

Den nächstgelegenen Bahnhof suchen, eine Zugverbindung auswählen, Alternativen prüfen - das alles geschieht reibungslos, einfach in der Bedienung und ist durchaus hübsch anzuschauen. Verspätungen werden zeitnah gemeldet, als Schmankerl gibt es außerdem einen Abfahrts- und Ankunftsmonitor sowie eine Favoritenliste für häufig gewählte Verbindungen. Einziges Manko: Der Ticketpreis wird nicht angezeigt.

Wer braucht das?

Berufsreisende, Pendler, Fernbeziehungsliebende und Bahn-Enthusiasten sollten einen Blick riskieren. Die Bahn wird dadurch nicht pünktlicher, aber wenn der ICE wieder einmal Verspätung hat, kann man zumindest schon während der Fahrt nach Anschlusszügen suchen.

Was kostet das?

DB Navigator ist eine Gratis-App und kostet somit: gar nichts. Eine kostenpflichtige Version, mit der sich im Sommer die Klimaanlage reanimieren lässt, ist allem Anschein nach nicht in Planung. Schade.

Bild: Screenshot: iPhone-App 27. September 2010, 12:082010-09-27 12:08:33 © sueddeutsche.de/joku