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Smartphone-Miniprogramme:Die zehn besten iPhone-Apps 2011

Fotos wie ein Profi knipsen? 4000 Radioprogramme mit einem einzigen Fingerdruck empfangen? Das Apple-Handy zum virtuellen Rennwagen umfunktionieren? Mit diesen iPhone-Apps macht das Smartphone gleich doppelt Spaß.

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Smartphone-Miniprogramme:Schneller lesen

iPhone Apps 2011 Screenshot

Quelle: SZ

Was kann das?

Regelmäßiges Training mit der App verbessert angeblich die Lesegeschwindigkeit und "Merkfähigkeit" des Nutzers. Die Menschen bei Apple finden das super und gaben "Schneller lesen" den Titel "iPhone App des Jahres". Dahinter verbirgt sich Gehirnjogging, wie man es vielleicht aus der "Doktor Kawashima"-Reihe von Nintendo kennt. Nur, dass hier keine Logik- oder Rechenaufgaben von Belang sind, sondern Leseübungen. Es gilt, in einem Worthaufen bestimmte Buchstaben zu finden oder ungleiche Wortpaare zu markieren. Immer auf Zeit, und immer mit anschließender Auswertung: "Im letzten Monat ist ihre Lesefähigkeit um 10 Punkte gestiegen."

Wer braucht das?

Wer Sudoku liebt, wird "Schneller lesen" mögen.

Was kostet das?

2,39 Euro und ein bisschen Überwindung: Wer die Übungen zum ersten Mal absolviert, sollte sich von miserablen Werten nicht abschrecken lassen.

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Smartphone-Miniprogramme:Tweetbot

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Quelle: SZ

Was kann das?

Im Grunde dasselbe wie alle anderen Twitter-Clients fürs iPhone - nur in schön. Tweetbot verpasst dem Internet-Kurznachrichtendienst einen freundlichen Anstrich. Die in schwarz, blau und grau gehaltene Oberfläche sieht gut aus, die Bedienung ist intuitiv und dank Wisch-Gesten sehr zeitgemäß. Menüleisten lassen sich relativ frei anpassen. Dass die App bei jeder Berührung Geräusche macht, ist gewöhnungsbedürftig - das Klackern und Piepsen lässt sich aber abschalten. Leider nicht zu ändern ist das arg kindlich geratene Logo der App, das geradewegs einer Disney-Komödie über einen niedlichen Roboter entsprungen sein könnte - mit Knopfaugen und orangefarbener Lautsprechernase.

Wer braucht das?

Alle, die nach einem alternativen Twitter-Client Ausschau halten - und bereit sind, dafür etwas zu bezahlen.

Was kostet das?

"Der Twitter Client mit Charme", so die Selbstbeschreibung, kostet 2,39 Euro.

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Smartphone-Miniprogramme:WhatsApp Messenger

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Quelle: SZ

Was kann das?

Zugegeben, die App ist nicht ganz neu, hat ihren Platz in der Bestenliste aber redlich verdient. WhatsApp ist eine Art multimediale Super-SMS, eine MMS ohne horrende Kosten. Nutzer können einander Sofortnachrichten, Fotos, Videos, Sprachnotizen, Kontakte oder den aktuellen Aufenthaltsort schicken. Mit wenigen Fingerstrichen lassen sich zudem Gruppenkonversationen einrichten, sodass drei oder mehr Personen ihre Mitteilungen an alle anderen Gruppenmitglieder verschicken können. Ein Kaffeeklatsch ist damit ganz schnell organisiert - und alle Gäste wissen vorher schon, wie die Torte aussieht.

Wer braucht das?

Smartphone-affine Freundeskreise, Menschen mit hohen SMS-Rechnungen und alle, die gerne mehr als reinen Text verschicken - denen E-Mail jedoch zu umständlich und MMS zu teuer ist.

Was kostet das?

Einmalig 79 Cent. Die einzelnen Nachrichten sind kostenlos, eine Daten-Flatrate vorausgesetzt.

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Smartphone-Miniprogramme:Real Racing 2

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Quelle: SZ

Was kann das?

Schon die erste Version dieses Autorennspiels fürs iPhone war toll. Die zweite Version ist atemberaubend. Die Grafik setzt Maßstäbe. Glänzende Boliden rasen durch recht realistische Umgebungen, deren ganze Detailfülle der Spieler kaum wahrnehmen kann, weil er damit beschäftigt ist, seinen Rennwagen auf der Straße zu halten. Im Karrieremodus startet der Spieler mit kleinem Budget und entsprechend bescheidenem Auto, um dann mittels Preisgeldern immer teurere Wagen zu kaufen und immer mehr Strecken freizuschalten. Langweilig wird das nur, wenn man in einer gewissen Kurve auch beim x-ten Versuch in die Leitplanke kracht. Und wenn man bemerkt, dass bei noch so heftigen Crashs höchstens mal der Frontspoiler verschwindet oder die hintere Stoßstange abfällt. Mehr Realismus passte wohl doch nicht in ein iPhone.

Wer braucht das?

Jeder, der einst Grand Prix 2 auf dem PC gespielt hat und seitdem ein Motorsport-Daddelvergnügen für zwischendurch sucht. Sowie alle, die in der S-Bahn mal etwas Anspruchsvolleres spielen wollen als immer nur Angry Birds.

Was kostet das?

Mit 3,99 Euro ist Real Racing 2 kein Schnäppchen, aber der Suchtfaktor ist hoch.

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Smartphone-Miniprogramme:Radio.de

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Quelle: SZ

Was kann das?

Mehr als 4000 Radiosender auf das iPhone bringen. Mit wenigen Klicks ist der Lieblingssender gefunden, als Favorit gespeichert und dann überall dort zu empfangen, wo eine Internetverbindung besteht. Wer mag und das entsprechende Zubehör besitzt, kann den Ton via WLAN an die heimische Stereoanlage schicken lassen - das stationäre Radiogerät wird damit obsolet. Weitere Schmankerl sind eine Weckfunktion und Sender-Empfehlungen, basierend auf den Favoriten und der GPS-Position des Nutzers.

Wer braucht das?

Alle, die gerne Radio hören und mit der gelegentlich etwas stockenden Bedienung einverstanden sind. Wer die Möglichkeit vermisst, Ausschnitte zurückzuspulen oder gar aufzunehmen, dem sei das Konkurrenzprodukt Tunein Radio (Pro) empfohlen.

Was kostet das?

Keinen müden Cent.

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Smartphone-Miniprogramme:iOutBank

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Quelle: SZ

Was kann das?

Online-Banking ist selten einfach und sieht fast nie gut aus. Mit dieser App ändert sich das. Nach der Installation fragt ein Assistent nach den Daten der zu verwaltenden Konten - Nummer, Bankleitzahl und PIN. Anschließend werden Kontostände und -umsätze angezeigt wie bei einem sehr übersichtlichen Kontoauszug. Einzelne Posten lassen sich mit Etiketten versehen, so dass etwa die monatlichen Ausgaben für Versicherungen leicht zu kontrollieren sind. Die App kann ferner Überweisungen und Daueraufträge entgegennehmen, TAN-Listen und Bankkontakte abspeichern, Einnahmen und Ausgaben grafisch darstellen ...

Wer braucht das?

Alle, die unterwegs ihre Finanzen überprüfen wollen. Oder gar Geldgeschäfte tätigen. Oder sich an den zahlreichen visuellen Darstellungsmöglichkeiten ergötzen. Wobei die nur dann richtig Spaß machen, wenn der Kontostand entsprechend ist.

Was kostet das?

Die Basisversion iOutBank Lite ist kostenlos, aber auf ein Konto beschränkt. Die Pro-Version mit mehr Features schlägt mit 6,99 Euro zu Buche. Hinzu kommt eine Portion Mut, die man aufbringen muss, um seine Daten einem mobilen Gerät anzuvertrauen. Wobei der Hersteller mit einem TÜV-Zertifikat wirbt. Und die App bei jedem Start ein Kennwort verlangt.

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Smartphone-Miniprogramme:Genius Scan

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Quelle: SZ

Was kann das?

Viele technische Geräte sind im Laufe der Zeit immer kleiner geworden - dank dieser App passt sogar ein Flachbettscanner ins iPhone. Wer ein Dokument digitalisieren möchte, fotografiert es zunächst ab. Die App legt dann ein Raster darüber, um die genaue Form zu erkennen. Das Bild wird automatisch entzerrt und zugeschnitten. Heraus kommt die perfekte Kopie, die nachbereitet, gespeichert und verschickt werden kann. In der 2011er Auflage der App ist es zudem möglich, Scans direkt als PDF zu speichern, dem gängigen Dateiformat in der Welt der Bürokratie.

Wer braucht das?

Geschäftsleute, die Visitenkarten oder Quittungen einfach und bequem an ihr Büro senden wollen. Und alle anderen iPhone-Nutzer, die in die Verlegenheit kommen, Kopien ihres Personalausweises verschicken zu müssen.

Was kostet das?

Die Normalversion ist gratis. Wer mehr Features braucht, etwa kabelloses Drucken mit Apples AirPrint-Technologie oder den Direktexport von Scans in die Dropbox, greift zur Plus-Version für 2,39 Euro.

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Smartphone-Miniprogramme:Flick Champions

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Quelle: SZ

Was kann das?

Einiges: Tischfußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Bowling, Bogenschießen, Minigolf und American Football in nur einer App. Der Software-Hersteller Chillingo, bekannt durch den Bestseller Cut the Rope, hat gewissermaßen die Olympischen Spiele für das iPhone nachgebaut. Die Bedienung funktioniert unabhängig von der Sportart immer gleich: Der Nutzer blickt aus der Vogelperspektive auf das Spielfeld und schnipst (englisch "to flick") die Spielfiguren an. Das geht kinderleicht, ist aber wegen der mangelnden Präzision bisweilen etwas nervtötend. Bei der Grafik haben sich die Entwickler offensichtlich von Nintendos Wii inspirieren lassen - sie ist im kindlichen Comic-Stil gehalten, weist aber nette Details auf: Beim Bogenschießen malen Zugvögel ihre Schatten auf den Rasen.

Wer braucht das?

Menschen, die viel Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen. Sowie alle, die Sportsimulationen mögen, denen Fifa 12 oder ähnliches auf dem iPhone aber zu anstrengend ist.

Was kostet das?

79 Cent.

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Smartphone-Miniprogramme:Camera+

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Quelle: SZ

Was kann das?

Die iPhone-Kamera ist mit jeder Version des Geräts etwas besser geworden, der Bildschirm noch etwas klarer. Dennoch täuscht der erste Eindruck häufig, und das mit dem Standardprogramm geknipste, scheinbar ordentliche Foto ist auf den zweiten Blick doch arg unscharf. Camera+ hält einen bunten Strauß Funktionen parat, die das vermeiden sollen. Der Autofokus lässt sich genau ausrichten, ein Raster hilft beim Bildausschnitt. Und die "Stabilizer"-Funktion lässt die Kamera nur dann auslösen, wenn der Fotograf das iPhone absolut ruhig hält. Hinzu kommen Nachbearbeitungsfunktionen für Möchtegern-Profis und Retro-Liebhaber, wie etwa Belichtungeseffekte und (Vintage-)Rahmeneffekte. Um nur einige zu nennen.

Wer braucht das?

Alle, denen der Funktionsempfang der Standard-Kamera-App nicht ausreicht. Sowie jene, die gerne mit Retro-Apps wie Hipstamatic oder Instagram fotografieren, denen diese Apps aber zu radikal (Hipstamatic speichert keine Originale, sondern direkt die auf Vintage getrimmten Fotos) oder zu sehr auf Social Media (der größte Knopf in der Instagram-App ist der "Share"-Button) gemacht sind.

Was kostet das?

79 Cent.

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Smartphone-Miniprogramme:0180-Telefonbuch

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Quelle: SZ

Was kann das?

Anrufe bei einer Hotline sind teuer, zumal wenn es sich um eine Telefonnummer mit der Vorwahl 0180 handelt und wenn man vom Handy telefoniert. Die App verspricht, Ärger und Kosten zu sparen. Sie macht sich den Umstand zunutze, dass viele Firmen nur ihre 0180-Nummer angeben, obwohl sie auch über kostengünstige Festnetznummern zu erreichen sind. Der App-Anbieter sammelt diese Alternativnummern und fasst sie in einer Datenbank zusammen. Der Nutzer gibt den Namen des Unternehmens oder die 0180-Nummer ein - und bekommt binnen Sekunden eine Festnetznummer angezeigt.

Wer braucht das?

Alle, die häufig mit Hotlines zu tun haben (müssen) - und etwas Geduld mitbringen. Denn die Datenbank basiert auf den Angaben von Nutzern. Und so kann es sein, dass beim ersten Versuch, eine Firma zu erreichen, nur ein Faxgerät antwortet.

Was kostet das?

Gar nichts.

© sueddeutsche.de/joku

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