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Braucht man das?:Smartphone Find X3 pro mit Mikroskopkamera

Elegante Lösung: Die Rückseite von Oppos Find X3.

(Foto: oh)

Wie kriegt man auf dem umkämpften Markt ein weiteres teures Smartphone unter die Leute? Der chinesische Hersteller Oppo hat da eine Idee.

Von Helmut Martin-Jung

Smartphone? Hat doch schon jeder. Aber keines mit einer Mikroskop-Kamera, dachte man sich wohl beim chinesischen Hersteller Oppo, der auch in Europa mehr und mehr Kunden findet. Das Gute ist: Auch abgesehen von der eher nischigen Spezialkamera hat das Find X3 pro Einiges zu bieten.

Da wäre zu einen der schnelle neue Hauptprozessor von Qualcomm, der Snapdragon 888. Oppos Flaggschiff ist eines der ersten Geräte, die damit herauskommen. Einen gravierenden Unterschied zu den Vorgängern merken Nutzer allerdings auch erst dann, wenn sie bisher ein Gerät verwenden, das schon einige Smartphone-Generationen alt ist. Für das Find X3 Pro spricht darüber hinaus sein gelungenes Design. Die Kamera wird von der Glasrückseite weich umflossen. In der Regel wird man das aber ohnehin nicht sehen, denn ein Smartphone, das 1150 Euro kostet, stecken die meisten dann doch lieber in eine Schutzhülle.

Was man sieht, ist der Bildschirm. Und der kann sich dank Oled-Technologie auch sehen lassen, ist farbstark und hell - der Preisklasse angemessen. Als eines der wenigen Smartphones ist das Find X3 pro auch schon bereit für die Nutzung von echtem 5G. Vodafone hat ja die Technologie bei etwa 1000 Masten in Betrieb genommen. Sonst setzt 5G bisher meist auf der Vorgängertechnologie 4G auf und verwendet 5G nur für den Transport der Daten.

Außer der Mikroskop-Kamera gibt es auf der Rückseite noch drei weitere Linsen: Eine Superweitwinkelkamera, eine Weitwinkelkamera sowie eine mit Teleoptik, die allerdings nur zweifache Vergrößerung kann. Sie bieten eine Qualität auf gutem Niveau. Geredet wird natürlich am meisten über die Mikroskop-Kamera. So beeindruckend Einblicke in die Welt des Kleinen sind, erfahrungsgemäß nutzt sich aber das Aha-Effekt schnell ab, und für professionelle Anwendungen taugt sie weder von der Vergrößerung her (60fach) noch was die Qualität anbelangt. Sehr überzeugend ist dagegen die Akkutechnik: Das Handy lädt in 35 Minuten voll auf.

Insgesamt zeigt sich, warum Oppo, das wie die Marken Oneplus und Realme zum BBK-Konzern gehört, im ersten Quartal 2021 zur Nummer vier der Smartphone-Marken in Europa aufgestiegen ist. Die Handys sind gut verarbeitet und überzeugen bei der Leistung. Überdies musste Konkurrent Huawei große Umsatzverluste hinnehmen, weil er wegen des US-chinesischen Handelsstreits keine Google-Apps nutzen darf.

© SZ
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