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Neugier in der Nachbarschaft:Tür an Tür mit Google

Wer fürchtet, Google Street View könnte ihn ausspionieren, sollte kurz innehalten und an den eigenen Nachbarn denken: Wie eine Umfrage ergab, spürt jeder siebte Deutsche seinen Nachbarn im Netz auf.

Wenn Sie Google Street View skeptisch gegenüber stehen, sollten Sie die Ergebnisse dieser Studie interessieren: Jeder siebte ?? hat laut einer Umfrage schon einmal im Internet nach Informationen über seinen Nachbarn gesucht. Vor allem jüngere Menschen nutzten Google, Facebook oder andere Online-Dienste, um mehr über den Single, das Paar oder die Familie von nebenan zu erfahren.

Das geht aus einer repräsentativen Studie des Immobilien-Portals Immowelt hervor. Es hatte dazu im Juli 1024 ausgewählte Männer und Frauen in Deutschland befragt. Der Großteil sei jedoch der Auffassung, dass das Leben seines Nachbarn ihn "nichts angeht" (60 Prozent). 26 Prozent der Befragten im Alter ab 18 Jahren meinten: "Nein, meine Nachbarn interessieren mich nicht". 11 Prozent stimmten dagegen der Aussage zu: "Klar, ich will wissen, mit wem ich Tür an Tür wohne".

Vier Prozent sind laut der Umfrage über das soziale Netzwerk Facebook mit ihren Nachbarn befreundet. Wenn es darum geht, mehr über seine Nachbarn zu erfahren, bevorzugen die meisten Bundesbürger Internetsuchmaschinen wie Google - nämlich 11 Prozent. Am stärksten bedienten sich junge Menschen des Internets bei Recherchen über Nachbarn. In der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren suchten 23 Prozent im Netz nach Nachbar-Infos, in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen seien es 19 Prozent. 12 Prozent sind es nur noch bei den 40- bis 49-Jährigen. Ältere nutzten dafür das Internet kaum.

© sueddeutsche.de/dpa/leja

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