Sony Xperia XZ

Das Xperia XZ ist Sonys neues Smartphone-Flaggschiff. Der Fokus liegt auf der Kamera. Sie bietet 23 Megapixel und drei unterschiedliche Sensoren: einen Laser-Sensor, der die Entfernung zum Motiv erfasst und die sechs Linsen des Objektivs danach ausrichtet, ein weiterer für den Weißabgleich und ein dritter Sensor, der den sogenannten "prädiktiven Fokus" sicherstellt. Dieser vorausschauende Autofokus soll die Bewegungen des Motivs vorhersagen und das Bild entsprechend scharfstellen.

Während die Kamera zumindest auf dem Papier überzeugt - ein paar Testbilder auf der Ifa lassen kein wirkliches Fazit zu -, spart Sony beim Display. Das Xperia XZ bietet Full-HD-Auflösung und damit nur die Hälfte der 3840 x 2160 Pixel des Xperia Z5 Premium. Im Alltagsgebrauch reicht die Auflösung für 5,2 Zoll vollkommen aus und schont obendrein den Akku. Aber insbesondere für den Einsatz mit VR-Brillen gilt: Je mehr Pixel, desto intensiver das Erlebnis. Smartphones mit QHD-Auflösung, also 2560 x 1440 Pixel, sind für den Ausflug in die virtuelle Realität eher zu empfehlen.

Eine Besonderheit ist der Umgang mit dem Akku: Eine Software soll erkennen, zu welchen Zeiten der Nutzer das Smartphone lädt und die letzten zehn Prozent erst kurz vor dem Abziehen aufladen. Der Bereich zwischen 90 und 100 Prozent erfordert besonders hohe Ladespannung und belastet den Akku deshalb stark (weshalb es sich grundsätzlich empfiehlt, Akkus nach Möglichkeit im Bereich zwischen 30 und 70 Prozent zu verwenden). So könnte sich die Lebensdauer des 2900-mAh-Akkus deutlich verlängern.

Das XZ steckt in einem staub- und spritzwassergeschützten Gehäuse aus Alkaleido, einem speziell behandelten Aluminium, das im Hands-On anfällig für Fingerabdrücke wirkt. Das Smartphone liegt gut in der Hand und soll in den Farben Blau, Schwarz und Silber-Weiß erhältlich sein. Für das Xperia XZ mit Qualcomms Snapdragon 820, drei Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 Gigabyte internem Speicher (mit Micro SD-Karten um bis zu 256 Gigabyte erweiterbar) werden ab Oktober 699 Euro fällig.

Bild: dpa-tmn 3. September 2016, 16:352016-09-03 16:35:08 © SZ.de/jab/pram