Neue Hardware:Weltweit beherrschendes System

Android ist das weltweit beherrschende System für Smartphones; alle Versuche, neben Android und Apples iOS ein weiteres System für Smartphones zu schaffen, sind gescheitert. Samsung versuchte es eher zögerlich mit Bada, Microsoft versenkte gar Milliarden mit den Mobilversionen von Windows. Das Hauptproblem sind dabei die Apps. Denn damit die Programmierer sich die Last aufbürden, außer für iOS und Android auch noch für ein drittes System zu programmieren, müssten sie wenigstens eine Aussicht darauf haben, dass ihnen das auch etwas einbringt. Das konnte aber nicht einmal das sehr finanzkräftige Microsoft auf Dauer durchhalten. Auch Blackberry ist von eigener Software auf Android umgeschwenkt, ebenso wie die wiederbelebte Marke Nokia.

Google versucht mit der Initiative, zwei Probleme anzugehen: Zum einen hechelt das Unternehmen Apple hinterher, wenn es um die Geräte selber geht. Zum anderen will sich die Firma auch ein zweites Standbein schaffen - bisher hängt Alphabet, Googles Mutterkonzern zu etwa 80 Prozent von Werbeeinnahmen ab.

Integration von KI

Bei der Konkurrenz mit Apple geht es weniger darum, bei den Leistungsmerkmalen mitzuhalten oder Apple sogar zu übertrumpfen. Da die Technik schon sehr weit fortgeschritten ist, fallen solche Unterschiede weitaus weniger ins Gewicht als noch vor einigen Jahren. Immer wichtiger wird dagegen, wie gut Hard- und Software zusammenarbeiten. Besonders wichtig ist dies bei der Integration von künstlicher Intelligenz. Alle großen Technikkonzerne, von Microsoft, Google und Apple bis hin zu Anbietern für Geschäftssoftware wie SAP, Oracle oder Salesforce arbeiten daran.

Für einen Anbieter wie Google, der überwiegend Privatkunden bedient, ist dabei das Nutzererlebnis besonders wichtig. Damit die Systeme auch angenommen werden, müssen sie kinderleicht zu nutzen sein. Das gelingt besser, wenn Hard- und Software zusammen entwickelt werden.

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