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"Mario Kart 8 Deluxe" im Test:Mario-Kart-Fans können jetzt auf der Switch fahren

Mario Kart 8 Deluxe Screenshot

In "Mario Kart 8 Deluxe" gibt es die beim Vorgänger von vielen vermisste Ballonschlacht wieder.

(Foto: Nintendo / PR)

Nintendo bringt die Ballon-Schlachten zurück. Das Spiel macht Spaß wie früher.

König Buu Huu gibt Gas. Der große weiße Geist mit der Krone auf dem Kopf rast vorbei an Luigi und Mario. Sie können ihn nicht sehen: Buu Huu und sein Scooter, ein schwarzer Roller mit Flammenmuster und winzigen Reifen, sind unsichtbar. Schnell macht er ein paar Plätze gut, von Platz elf bis auf vier. Der Geist überholt die Babyversion von Mario-Erzfeind Bowser, stiehlt ihm die drei roten Panzer, die um sein Rennauto kreisen und wird wieder sichtbar. Als Dritter. Und der Spieler freut sich diebisch über das gelungene Überholmanöver.

"Mario Kart 8 Deluxe" ist keine komplette Neuentwicklung. Das Rennspiel wirkt eher wie eine verbesserte Version des Vorgängers Mario Kart 8, das nun exklusiv für die neue Nintendo-Konsole Switch erscheint. Dennoch gibt es einige Neuerungen, etwa zusätzliche Charaktere wie König Buu Huu oder die Babyschildkröte Bowser Junior. Außerdem spendiert Nintendo ein paar neue Fahrzeuge, Rennstrecken und Items.

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Die größte inhaltliche Änderung bringt der sogenannte Schlachtmodus mit sich. Wie in älteren Teilen der Mario-Kart-Reihe gibt es in der neuen Deluxe-Version wieder richtige Arenen, in denen die Spieler in einem von fünf Kampfmodi gegeneinander antreten können. Bei der "Ballonschlacht" hat jeder Fahrer an seinem Fahrzeug fünf Ballons befestigt und muss die der gegnerischen Fahrer zerplatzen lassen. Wer "Räuber und Gendarm" spielt, tritt in zwei Teams gegeneinander an. Wie im Kinderspiel versuchen die Polizisten, alle Räuber einzufangen und stecken diese in ein Gefängnis, aus dem diese von ihren Teamkollegen befreit werden können.

Die Bedienung der Joy-Cons ist frickelig

Der Nintendo-Klassiker Mario Kart 8 Deluxe soll die spezielle Hardware der Nintendo-Konsole Switch besonders gut nutzen. Nintendo wollte ein Spiel entwickeln, das in allen drei Modi der Konsole - TV-, Tisch- und Handheld-Modus - gleichermaßen funktioniert. Das klappt auch meist, allerdings gibt es kleinere Einschränkungen.

Auf dem Fernseher zeigt Mario Kart 8 Deluxe, was die Switch grafisch leisten kann. Erstmals in HD-Auflösung und mit 60 Bildern pro Sekunde, flitzen Mario, Yoshi und König Buu Huu mit ihren Autos und Rollern über den Bildschirm. SNES- und N64-Nostalgie sind das eine, hochauflösende Rennstrecken, bei denen der Spieler tatsächlich erkennt, wohin er fährt, sind das andere.

Bis zu vier Spieler gleichzeitig können an einem Fernseher in Rennen und Schlachten gegeneinander antreten. Dazu benötigt jeder Spieler mindestens einen der sogenannten Joy-Con-Controller. Standardmäßig enthält eine Switch zwei Joy-Cons, zwei weitere Controller müssten für eine Vier-Spieler-Partie also noch zusätzlich gekauft werden. Leider offenbart sich dabei auch die Frickeligkeit der einzelnen Joy-Cons, die für die Hände von Erwachsenen sehr klein sind. Dauernd kommen sich die eigenen Finger beim Gas geben, Lenken, Bremsen, Items abfeuern und Driften in die Quere. Etwas leichter ist es mit aktivierter Bewegungssteuerung, die aber Übung erfordert. Über lokale Netzwerke können bis zu acht Spieler, über das Internet bis zu zwölf Spieler, um die Wette fahren.

"Mario Kart 8 Deluxe" ist kein Mobilegame für lange Reisen

Es gibt noch einen weiteren Multiplay-Modus: Wer den Ständer der Konsole ausklappt, kann mit bis zu vier Spielern an einem Tisch spielen. Der Plastikständer ist leider wackelig und instabil, sodass dies nur auf ruhigem Untergrund funktioniert. Der Bildschirm mit 6,2-Zoll-Diagonale reicht für zwei Personen gerade noch aus.

Im Vergleich zum TV-Modus ist es jedoch deutlich mühsamer, etwas auf dem Bildschirm zu erkennen. Eine Partie mit drei oder sogar vier Spielern im Tisch-Modus macht keinen Spaß. Nicht nur ist es eine Herausforderung, sich so um die Switch zu setzen, dass alle Spieler freie Sicht auf den Bildschirm haben. Jeder Spieler hat nur ein Viertel des Screens zur Verfügung, um seinen Fahrer durch teils anspruchsvolle Strecken zu manövrieren.