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iPhone 8 und iPhone X im Vergleich:Der X-Faktor

Apple Inc. Debuts New iPhones At Product Launch Event

Große Bühne für das iPhone X. Apples Marketing-Chef Phil Schiller bei der Präsentation in Cupertino.

(Foto: David Paul Morris/Bloomberg)

In den iPhones der Serie 8 steckt eine ganze Menge der Technik, die auch im superteuren iPhone X verbaut wird. Ein Vergleich mit überraschendem Ergebnis.

1149 Euro, in Worten: eintausendeinhundertneunundvierzig, und zwar mindestens. Es war schon ein genialer Coup von Apple, das iPhone X auch preislich als eine Art von Über-Handy zu präsentieren. Sozusagen das Bauernopfer dafür ist die Fortsetzung der gewöhnlichen Baureihe. Doch wäre das X nicht rechtzeitig fertig geworden - ziemlich knapp war es ja -, hätte Apple vielleicht auch das iPhone 8 marketingmäßig in den Himmel gehoben. So fristet es nun eher ein Schattendasein. Doch hat es das eigentlich verdient? Um wie viel besser ist das superteure Über-Handy wirklich? Das Ergebnis, so viel vorweg, ist doch ziemlich überraschend.

Das iPhone X folgt der von der Android-Konkurrenz eingeführten Mode nahezu randloser Bildschirme. Für einen Fingerabdrucksensor, diese sichere und bequeme Methode des Entsperrens, war vorne kein Platz mehr. Doch weil Apple Apple ist, kam der Sensor nicht etwa nach hinten wie bei Samsung und anderen Herstellern, was ziemlich unpraktisch ist. Nein, Apple entwickelte mit hohem Aufwand eine neue Methode der Gesichtserkennung, die technisch gesehen mindestens ebenso viel Sicherheit bietet wie das Entsperren per Fingerabdruck.

Oled statt LCD

Et voilà, das wäre er schon, der größte Unterschied. Denn zwar ist auch die Bildschirmtechnik beim zehnten iPhone erstmals eine andere - Oled statt LCD -, doch auch die Bildschirme des iPhones 8 und des 8 plus leuchten hell und sind scharf. Sogar noch enger beisammen liegen die iPhones, was ihr Innenleben angeht. Alle drei werden angetrieben von Apples sehr schnellem A11-Chip. Hier zahlt es sich aus, dass Apple seit einigen Jahren massiv in die Chipentwicklung investiert und der Konkurrenz somit zeigt, wo der Bartel den Most holt.

Auch bei der Hauptkamera findet sich dieselbe Technik in beiden Baureihen. Das iPhone 8 plus und das X bringen eine zweite Hauptkamera für Tele-Aufnahmen mit, die des iPhones X hat dabei leichte Vorteile. Denn die Entwickler haben ihr eine größere Blendenöffnung sowie eine optische Bildstabilisierung spendiert. Das verringert die sonst üblichen Verwackler bei wenig Licht und bei Video-Aufnahmen. Die erste Hauptkamera aber ist in allen Modellen dieselbe.

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Nur mit dem X lassen sich die bei Apple sogenannten Animojis erzeugen - das sind Emojis (etwa ein Smiley), deren Gesichter sich ähnlich verhalten wie das des iPhone-Besitzers. Dafür werden die bei der Gesichtserkennung gewonnenen Informationen auf ein dreidimensionales Emoji angewendet. Wer's mag.

Beide Baureihen bestehen aus einem Metallrahmen mit Glas vorne und hinten. Die Handys sehen dadurch schön aus, sind aber auch noch mehr durch Brüche gefährdet als mit den davor verwendeten Metallrückseiten. Dafür können die Antennen frei platziert werden, und das drahtlose Aufladen per Induktionsmatten nach dem Qi-Standard ist so bei allen neuen Modellen möglich. Fällt das Handy aber herunter auf eine harte Oberfläche, kann es sehr schnell sehr teuer werden, auch Kratzer stellen sich nach einer gewissen Zeit meist ein, trotz aller Bemühung des Glas-Herstellers Corning, die Oberflächen zu härten und zu beschichten.