DOSB: E-Sport ist kein Sport

Wirklich überrascht hätte vermutlich eher die gegenteilige Nachricht: Nach einer monatelangen Evaluierung der E-Sport-Branche kommt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zu dem Schluss, E-Sport nicht als Sportart anzuerkennen und vorerst keine Verbände unter dem Dach des DOSB aufzunehmen.

Stattdessen unterscheidet der Sportbund zwischen elektronischen Sportartensimulationen (zum Beispiel "Fifa", "NBA 2k") und eGaming (alle anderen Spiele, zum Beispiel "Dota 2"). Um die virtuellen Sportarten sollen sich künftig die jeweiligen Verbände kümmern. Der DFB wäre somit für Fifa als E-Sport-Disziplin verantwortlich. Spiele wie Counter-Strike oder Dota bleiben außen vor. Dementsprechend enttäuscht zeigten sich die Verbände der Gamer-Seite. "Der DOSB hat eSports leider nicht verstanden", kritisiert Felix Falk, Geschäftsführer des Lobbyverbands Game. Ähnlich äußert sich Hans Jagnow vom eSport Bund Deutschland (ESBD): Der Sportbund positioniere sich "komplett an der gesellschaftlichen Realität vorbei".

Bild: dpa 31. Oktober 2018, 19:202018-10-31 19:20:21 © SZ.de/mri/rus