bedeckt München 20°

Ende von Windows XP:Was kann ich statt Windows XP verwenden?

Es gibt drei Möglichkeiten: Zu einem anderen Betriebssystem wechseln, sich einen neuen PC mit einem aktuellen Betriebssystem kaufen oder den Rechner von Netzwerken wie dem Internet abschotten. Dann lässt er sich auch weiter für einfache Tätigkeiten wie Briefeschreiben einsetzen.

Wer auf Apples Betriebssystem Mac OS umsteigen will, muss zuallererst einen Mac-Rechner kaufen. Die sind nicht ganz billig, und zudem muss auch meistens Software wie Office oder Photoshop dazu erworben werden.

Google hat mit Chrome OS ein eigenes Betriebssystem, das vor allem auf den sogenannten Chromebooks läuft. Dank der integrierten Google-Apps lässt sich damit relativ viel anfangen. Allerdings muss das Gerät permanent mit dem Internet verbunden sein, um vollständig genutzt werden zu können.

Flexibler ist das Betriebssystem Linux, für das es seit langem auch grafische Nutzeroberflächen gibt, etwa in der populären Distribution Ubuntu. Damit können theoretisch auch Laien zurechtkommen. Allerdings laufen nicht alle Programme unter Linux, die Windows-Nutzer gewohnt sind. Dafür muss man sich kaum mit Virenschutz oder lästigen Updates befassen, zudem kosten Linux-Versionen wenig oder gar kein Geld.

Ich will bei Windows bleiben. Worauf muss ich achten und was kostet das?

Wer bei Windows bleiben möchte, kann sich für die aktuellste Version Windows 8.1. entscheiden, allerdings ist die neue Kacheloberfläche selbst für langjährige Microsoft-Nutzer etwas gewöhnungsbedürftig. Diese Version läuft auch auf etwas älteren PCs gut. Ist der Rechner älter als zehn Jahre, könnte es wegen veralteter Hardware wie Prozessor oder Arbeitsspeicher Probleme geben. Daher immer die Systemanforderungen prüfen. Zudem ist noch Windows 7 auf dem Markt, allerdings nicht mehr bei Microsoft selbst. Nutzern dieser Version verspricht der Hersteller Support bis zum Jahr 2020. Vor Windows 7 erschien das unbeliebte Windows Vista. Die letzten Updates dafür soll es im April 2017 geben.

Upgrades auf aktuellere Windows-Versionen sind nicht kostenlos. Wie viel die benötigte Software-Lizenz kostet, hängt davon ab, welche Version aufgespielt werden soll und ob zum Beispiel ein Student, eine Familie mit mehreren Computern oder ein Selbständiger für seinen Arbeitsrechner das Betriebssystem braucht. In der Normalversion kostet Windows 8.1 knapp 120 Euro, Windows 7 ist für rund 60 Euro zu haben.

Microsoft selbst will XP-Nutzern den Umstieg mit einer Rabatt-Aktion schmackhaft machen. Wer als XP-Kunde ein neues Surface-Tablet kauft, bekommt 100 Euro Rabatt. Die Geräte kosten zwischen 550 und 780 Euro.

Damit der Umstieg aller alten XP-Daten auf einen neuen Rechner leichter gelingt, stellt Microsoft das kostenlose Programm Laplink PC Mover Express bereit. Alle ausgewählten Ordner, Benutzerprofile und Einstellungen sollen unverändert übertragen werden. Dennoch sollten wichtige Daten vorher in der Cloud oder auf einer externen Festplatte gesichert werden.