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Dell XPS 13 2-in-1 im Test:2-in-1-Laptop von Dell - Braucht man das?

Schick, aber etwas langsam. Das Convertible lässt sich als Notebook nutzen oder zum Tablet umklappen.

(Foto: oh)
  • Mit dem XPS 13 2-in-1 erweitert Dell die bewährte XPS-Reihe um ein Convertible.
  • Das Display des Laptops lässt sich um 360 Grad nach hinten klappen. So kann man das Gerät in ein Tablet verwandeln.
  • Trotz kleinerer Schwächen überzeugt das 2-in-1-Notebook.
  • Das herkömmliche XPS 13 bleibt eine gute und günstigere Alternative.

Von Simon Hurtz

Richtig gut kann das Dell XPS 13 2-in-1 nur zwei Dinge: Es ist kompakt und schaut schick aus. Andere Laptops sind schneller, robuster oder kosten deutlich weniger. Trotzdem überzeugt das XPS 13, denn kaum ein Hersteller schnürt ein ähnlich überzeugendes Gesamtpaket.

Dells XPS-Reihe steht für hochwertige Consumer-Notebooks: solide verarbeitet und ähnlich elegant wie Apples Macbooks. Das XPS 13 2-in-1 erweitert die bewährten Laptops um eine neue Produktkategorie. Als Convertible lässt es sich als vollwertiges Notebook nutzen, oder man klappt das Touch-Display 360 Grad nach hinten und verwandelt das Gerät in ein Tablet.

Dell hat es geschafft, die meisten Vorzüge der XPS-Reihe beizubehalten: gute Verarbeitung, angenehmes Tippgefühl (Lenovos Thinkpad-Tastaturen bleiben aber unerreicht), edle Materialien und ein beeindruckend schmaler Displayrahmen. Der Akku hält je nach Einsatzzweck zwischen sieben und neun Stunden, der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig, und im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern verzichtet Dell weitestgehend auf lästige vorinstallierte und unnütze Software.

Die Schwächen: langsamer Prozessor, kein USB-A-Anschluss

Dennoch ist das 2-in-1 ein Kompromiss: Dank passiv gekühltem Prozessor bleibt es lautlos, ist aber langsamer als vergleichbare Laptops, die meist auf Intels i5- oder i7-Prozessoren setzen. Wer regelmäßig Bilder und Videos bearbeitet, sollte ein leistungsstärkeres Notebook kaufen. Ohnehin dürfte das Display den Ansprüchen ambitionierter Fotografen kaum genügen. Zwar überzeugt es mit kräftigen Farben, gleichmäßiger Ausleuchtung und ordentlicher Helligkeit, deckt den sRGB-Farbraum jedoch zu lediglich 70 Prozent ab.

Genau wie Apple bei den neuen Macbooks setzt Dell auf USB-C. Das mag zukunftsweisend sein, der Verzicht auf herkömmliche USB-Anschlüsse bedeutet aber fast zwangsläufig den Einsatz von Adaptern. Immerhin liefert Dell einen solchen mit.

Trotz kleinerer Schwächen ist das XPS 13 2-in-1 eines der besten Convertibles auf dem Markt. Wer auf die Tablet-Funktionen verzichten kann, bekommt mit dem klassischen XPS 13 mehr Leistung für einige hundert Euro weniger. Die Preise für das 2-in-1 beginnen bei 1400 Euro, das Testgerät mit 8 GB RAM und 256 GB SSD kostet 1600 Euro.

© SZ vom 05.04.2017/sih
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