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Corona-Krise:"Hallo, liebe Eltern"

Hausaufgabenbetreuung in der Bayernkaserne in München, 2019

Ein eigener Platz zum Lernen ist in vielen Familien keine Selbstverständlichkeit. Hier macht ein Junge Hausaufgaben in einer Kaserne, die Flüchtlingen als vorübergehendes Quartier dient.

(Foto: Catherina Hess)

Wie schreibt man ein scharfes S? Was ist ein Wochenplan? Plötzlich sollen auch die Familien von Kindern an Brennpunktschulen so etwas wissen, viele sind überfordert. Eine Mutter will das ändern.

Drei Wochen geht das schon so, deshalb muss Eylem Emir auf ihrem Smartphone lange durch Sprechblasen scrollen, um an den Anfang zu kommen. Da ist er: Freitag, der 13. März. Der Tag, an dem die Augsburger Schillerschule die Kinder mit eilig angefertigten Wochenplänen nach Hause verabschieden muss. Der Tag, an dem im Eltern-Chat der dritten Klasse wegen der plötzlichen Schulschließung der Sturm losbricht. Immer mehr Whatsapp-Nachrichten ploppen bei der Klassenelternsprecherin auf: Was ist das? Was sollen wir damit machen? Wie jetzt, ganze Ferien? Nein, antwortet Eylem Emir, das ist ein Wochenplan, nur für die erste Woche, auf der Schul-Homepage sind die Aufgabenblätter dafür. Im Chat schallt es zurück: So viel! Ich weiß nicht, ich bin kein Lehrer. Eine Mutter schreibt: Das ist eine Katastrophe!

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