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Entscheidung für den richtigen Studiengang:Der Berufswunsch entscheidet mit

3. Berufsvorstellungen berücksichtigen

Ein Studium ist nicht nur die Hauptbeschäftigung für die nächsten Jahre, sondern bereitet auch - mehr oder weniger - auf einen Beruf vor. Deswegen sollte man sich schon bei der Studienwahl Gedanken darüber machen, womit man nach dem Abschluss Geld verdienen will. Manche Studienfächer führen direkt zu einem bestimmten Beruf hin: Wer Arzt werden will, muss Medizin studieren; wer Richter werden will, muss Jura studieren.

Bei anderen Studienfächern oder Branchen ist das weniger eindeutig. Mit BWL kann man später für das Controlling eines Großkonzerns zuständig sein oder als Veranstaltungsmanager Messen oder Kongresse organisieren. Und in den Geisteswissenschaften ist das Berufsbild noch offener. Wer Germanistik studiert, wird später vielleicht Deutschlehrer oder arbeitet in einer PR-Agentur - oder er entfernt sich weiter von den eigentlichen Studieninhalten und hat Erfolg in der Unternehmensberatung, weil er im Studium nicht nur Literaturgeschichte, sondern auch analytisches Denken und selbstständiges Arbeiten gelernt hat.

Aber natürlich geht es nicht nur darum, welcher Job einem Spaß machen würde und wofür man geeignet wäre, sondern auch um Arbeitsplatzsicherheit und Verdienstmöglichkeiten. Wenn die Höhe des Gehalts ein entscheidender Faktor ist, kommen einige, gerade soziale Berufe, weniger in Frage.

Geisteswissenschaftler verdienen traditionell deutlich weniger gut als etwa Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaftler. Auch der Berufseinstieg ist in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Regel schwieriger als in technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern. Dass man sich mit solchen Unsicherheiten auseinandersetzen muss, sollte man sich auch in seinem Wunschstudium klarmachen.

4. Informieren und Orientieren

Wer in sich gegangen und trotzdem noch unsicher ist, steht nicht alleine da. Es gibt zahlreiche Hilfs- und Beratungsangebote, die Abiturienten dabei unterstützen, die schwierige Entscheidung für ein Studienfach zu treffen. Berufsberatung bieten die Arbeitsagenturen vor Ort an. Im Berufsinformationszentrum können Besucher Orientierungs- und Eignungstests machen oder sich einen persönlichen Termin beim Berufsberater geben lassen.

Tipps fürs Studium

Studiengänge mit guten Berufsaussichten

Eine Studienberatung für Studieninteressierte bieten auch die Hochschulen an - Kontaktdaten und Termine finden sich über die Websites. Außerdem gibt es neben Hochschul- oder Abimessen, wo sich Hochschulen mit ihrem Studienangebot präsentieren, an vielen Unis Tage der offenen Tür, an denen Abiturienten sich nicht nur über die einzelnen Fächer informieren, sondern auch die Atmosphäre der jeweiligen Einrichtung kennenlernen können - sei es nun Uni, FH, Kunst-, Musik- oder Verwaltungshochschule.

Hilfreich für Unentschlossene kann auch ein Schnupperstudium sein, das einige Hochschulen anbieten: Hier können Studieninteressierte - oft sogar ohne Anmeldung - an ausgewählten Kursen teilnehmen und sich so einen Eindruck verschaffen, ob die Realität ihren Vorstellungen entspricht.

Außerdem gibt es zahlreiche empfehlenswerte Websites, die Studieninteressierten Hilfestellung bieten. Mit Hilfe von Orientierungstests im Internet - beispielsweise von der Hochschule Bochum oder vom Bildungsministerium Baden-Württemberg - können sich Schulabgänger über die eigenen Neigungen und in Frage kommende Fächer klar werden.

Daneben gibt es so genannte Studierfähigkeits- oder Eignungstests, die auch Aufschluss darüber geben, ob man für ein bestimmtes Studienfach geeignet sein könnte - zum Beispiel von der Uni Freiburg oder von der RWTH Aachen. Bei manchen Studiengängen gehört das Absolvieren solcher Tests sogar zum Bewerbungsverfahren - entscheidend ist dabei oft nicht das Ergebnis, sondern die Teilnahme selbst, weil die Hochschulen so erreichen wollen, dass sich Bewerber mit ihrer Studienwahl auseinandergesetzt haben.

Darüber hinaus gibt es einige Websites, auf denen man sich über die Studieninhalte bestimmter Fächer oder über die Bandbreite des Studienangebots informieren kann. Auf www.hochschulkompass.de zum Beispiel, einem Angebot der Hochschulrektorenkonferenz, können Studieninteressierte nicht nur gezielt nach sämtlichen Hochschulen und Studiengängen bundesweit suchen, sondern sich auch Studiengänge aus bestimmten Fachrichtungen anzeigen lassen.

Auf diese Weise können sie einen Eindruck gewinnen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt und welche Ausprägung eines Fachbereichs für sie die richtige ist. Außerdem können sie bestimmte Filter setzen und so zum Beispiel nur nach Studiengängen in bestimmten Bundesländern oder mit bestimmten Zugangsvoraussetzungen suchen. Der Hochschulkompass erfasst alle Studienangebote in Deutschland.

Hilfreich ist auch das Internetangebot www.studieren.de, wo es nicht nur eine Onlinebörse mit noch freien Studienplätzen gibt, sondern auch eine nach Fachbereichen und Disziplinen geordnete Übersicht über zahlreiche Studienangebote bundesweit. www.studienwahl.de und www.abi.de, Seiten der Bundesagentur für Arbeit, bieten zahlreiche wichtige Infos rund um Studienfächer, Bewerbung, Studienfinanzierung aber auch zum Thema Berufsausbildung und Arbeitsmarkt. Im Berufenet und im Kursnet der Arbeitsagentur lässt sich nach Studien- und Berufsmöglichkeiten suchen.

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