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Unmut der Ehrenamtlichen:Asylhelfer kritisieren Ausländerbehörden

Unter Bayerns Asylhelfern, von denen sich viele bereits seit 2015 oder sogar noch früher um die im Freistaat lebenden Flüchtlinge kümmern, wächst der Unmut über "eine ganze Reihe von Ausländerbehörden". Diese entschieden oft "äußerst restriktiv" - und das, obwohl Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im März eine Lockerung bei der Genehmigung von Ausbildungs- und Beschäftigungserlaubnissen "in neuen Vollzugshinweisen festgelegt" habe, wie Julia von Seiche als eine der Organisatorinnen des bevorstehenden Ostbayerischen Asylgipfels am Freitag erklärte. Viele Helfer sehen sich dadurch massiv in ihrer ehrenamtlichen Arbeit behindert.

Auf insgesamt drei Asylgipfeln soll dieses Thema nun diskutiert werden. Den Anfang macht am Samstag der siebte Oberbayerische Asylgipfel, der in der Münchner Benediktinerabtei St. Bonifaz stattfindet. Zur Sprache kommt dort auch, welche Auswirkungen das "Geordnete-Rückkehr-Gesetz" für die hier lebenden Flüchtlinge hat. Eine Woche später - am Samstag, 9. November - finden in Passau der "Ostbayerische Asylgipfel" sowie in Nürnberg der "Fränkische Asylgipfel" statt. In Passau werden Vertreter des Bayerischen Landesamtes für Asyl und Rückführungen ihre Arbeit vorstellen und sodann auf Fragen der Asylhelfer eingehen. Ein weiteres Thema ist die Problematik der Identitätsklärung. Höhepunkt des Nürnberger Asylgipfels wird eine Podiumsdiskussion sein, bei der unter anderem Klaus Stadler seine Erfahrungen als Kapitän des Rettungsschiffs Sea-Eye einbringt. Das Thema lautet: "Nach uns die Sintflut?!".

© SZ vom 02.11.2019 / dm

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