Ferienbeginn:Tote und Verletzte bei Unfällen in Bayern

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Zahlreiche Menschen waren zum bayrischen Ferienbeginn auf den Straßen unterwegs, viele auf dem Weg in den Urlaub. Einige Fahrten nahmen ein tragisches Ende. Insbesondere Biker waren von Unfällen betroffen.

Zu Beginn der Schulferien gab es auf den bayerischen Straßen viel Verkehr - und auch viele Unfälle. Seit Freitag sind dabei laut Polizei mindestens acht Menschen gestorben. Zudem wurden zahlreiche weitere Verkehrsteilnehmer im Freistaat mitunter schwer verletzt, auch ein Kleinkind war betroffen. Bei Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) endete die Fahrt zweier Senioren am Freitagabend tödlich. Der Polizei zufolge kam das Auto von der Straße ab, flog mehrere Meter durch die Luft und krachte dabei gegen eine Vielzahl von Bäumen. Das Fahrzeug sei regelrecht in Einzelteile zerrissen worden. Die 74 und 68 Jahre alten Männer starben noch vor Ort. Ein Rauhaardackel überlebte den Unfall und wurde in eine Tierklinik gebracht.

Bei Schwanfeld im Kreis Schweinfurt übersah ein Motorradfahrer beim Überholen ein Auto. Der Polizei zufolge fuhr der 57-Jährige in das Fahrzeug und blieb auf der Straße liegen. Er starb am Freitagabend ebenfalls noch an der Unfallstelle. Ein anderer Biker starb in Südbayern nach einem Unfall im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Eine 39-jährige Autofahrerin hatte nach ersten Ermittlungen den 59-Jährigen am Freitag beim Abbiegen in Tyrlaching (Landkreis Altötting) übersehen. Die Frau und ihre beiden acht und zehn Jahre alten Kinder wurden leicht verletzt. In der Nähe von Schnaitsee (Landkreis Traunstein) fuhr ein 35 Jahre alter Biker in einer Linkskurve aus unbekannten Gründen geradeaus und prallte gegen ein Silo. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Bei Griesstätt (Landkreis Rosenheim) stürzte ein Motorradfahrer am Samstag eine Böschung hinab, auch er starb an der Unfallstelle. Der 56-Jährige hatte ebenfalls in einer Kurve die Kontrolle über seine Maschine verloren und war von der Straße abgekommen. Zwei Motorradfahrer sind in Unterfranken kollidiert und noch an der Unfallstelle gestorben. Die beiden Männer waren am Sonntag nahe Burgpreppach (Landkreis Haßberge) unterwegs und aus ungeklärtem Grund ineinander gefahren, wie die Polizei mitteilte. Ein 51-Jähriger ist einer Gruppe von sieben Motorradfahrern entgegengekommen. Er prallte frontal in das Fahrzeug eines 68-Jährigen, der in der Mitte der Formation fuhr. Bei dem Aufprall wurden die beiden Männer von ihren Maschinen geschleudert.

Die Polizeiinspektionen berichteten außerdem über eine Reihe von Unfällen, bei denen Menschen schwer, teilweise auch lebensbedrohlich verletzt wurden. Bei Rimsting (Landkreis Rosenheim) wurden ein drei Jahre altes Kind und drei weitere Menschen bei einem Autounfall schwer verletzt. Die 31 Jahre alte Mutter fuhr der Polizei zufolge vermutlich zu schnell und verlor am Freitagabend die Kontrolle über ihr Auto. Frontal prallte es gegen den Wagen einer 57-Jährigen. Die Fahrerinnen schwebten zunächst in Lebensgefahr. Mit dem Wetter hatten Fahrer auf der Autobahn 70 zu kämpfen. Ein 64-Jähriger kam bei Regen mit seinem Wagen ins Schleudern und verletzte sich lebensgefährlich. Sein Auto touchierte bei Scheßlitz (Landkreis Bamberg) ein weiteres Fahrzeug und krachte dann an die Leitplanke. Der Schaden wird auf mehr als 160 000 Euro geschätzt. Auch zwei Polizisten auf dem Weg zu dem Unfall kamen wegen des Unwetters am Freitagabend ins Schleudern und verunglückten, die Beamten wurden leicht verletzt.

In Schwaben sind plötzlich Pferde vor einer Kutsche durchgangen, wobei die 63-jährige Kutscherin schwere Verletzungen erlitt. Sie war laut Polizei am Samstag mit dem Gefährt in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) unterwegs, als sie aus bisher ungeklärten Umständen die Kontrolle über die Tiere verlor. Die Pferde rannten mit hohem Tempo davon, in einer Kurve kam die Kutsche von der Straße ab und stürzte in einen Bach.

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