Trotz Streit mit Bund 250 Millionen Euro Familiengeld gezahlt

Vier Monate nach der Einführung des Familiengeldes erhalten mehr als 275 000 bayerische Mütter und Väter die finanzielle Unterstützung. Das gab Familienministerin Kerstin Schreyer (CSU) in München bekannt. Demnach seien mehr als 250 Millionen Euro an Eltern ausgezahlt worden. Seit September 2018 erhalten Eltern von Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr 250 Euro pro Monat und Kind, ab dem dritten Kind 300 Euro. Wer Elterngeld bezieht, bekommt das Familiengeld ohne Antrag automatisch. Bayern hatte das Familiengeld trotz eines Streits mit dem Bundessozialministerium eingeführt. Minister Hubertus Heil (SPD) ist der Ansicht, dass das Familiengeld auf die Grundsicherung angerechnet werden muss. Das hat zur Folge, dass Hartz-IV-Leistungen in den Jobcentern der etwa 80 Kommunen, die unter der Aufsicht des Bundes stehen, gekürzt werden, wenn die Empfänger Kindergeld bekommen. In den zehn Kommunen, in denen der Freistaat das Sagen hat, hingegen nicht.