bedeckt München 14°

Treffen von Seehofer und Kretschmann:Schwarz-Grüner Sturm

Schwarz-Grüner Sturm

Bleibt also am Ende doch die Offensivattacke von CSU und Grünen als wahrscheinlichste Option nach der Landtagswahl? Wenn es für die Opposition nicht reicht und für die CSU alleine auch nicht, ist das keine unwahrscheinliche Angriffsvariante: Beim Energiethema liegen beide Seiten fast deckungsgleich auf einer Linie, bei vielen anderen Punkten könnte das Zusammenspiel zwischen einer unverkrampfter gewordenen CSU und den parlamentarisch professionell agierenden Grünen ebenfalls klappen.

Bleibt die Angst, die alle potentiellen Bündnispartner vor dem Brachial-Mittelstürmer Horst Seehofer haben. Der stürmt halt gern drauf los wie im britischen Fußball - in der Manier eines Wayne Rooney, ohne Rücksicht auf Freund und Gegner. Deutlich einfacher täten sich die Grünen da, wenn die CSU einfach auswechselt: Seehofer raus, Söder als neuer Ministerpräsident rein. Im Landtag wird über einen solchen Wechsel getuschelt, für den Fall, dass Seehofer die absolute Mehrheit verfehlt. Doch vorerst läuft das Seehofer-Spiel.

Und am Sonntag wird in Augsburg genauestens verfolgt, wie Seehofer und Kretschmann miteinander umgehen. Dass das Ganze beim Frauenfußball stattfindet, kann nur nützen, findet Grünen-Politikerin Bause: "Da geht es vielleicht nicht ganz so testosterongesteuert zu."

© SZ vom 09.07.2011/sonn
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema