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Tarifstreit:AOK-Mitarbeiter zum Streik aufgerufen

Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der AOK-Geschäftsstellen in Bayern für Montag zu Warnstreiks aufgerufen. In München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Würzburg, Aschaffenburg, Schweinfurt, Bamberg, Amberg, Passau und Mühldorf fänden demnach Streikkundgebungen statt, kündigte Verdi am Freitag an.

Bei den laufenden Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten der AOK 6,8 Prozent mehr Gehalt. Die AOK-Tarifgemeinschaft hat in der zweiten Runde eine Lohnerhöhung von 2,0 Prozent für das laufende Jahr und jeweils 1,5 Prozent für die Jahre 2021 und 2022 angeboten.

Verdi kritisierte, die AOK habe in der ersten Tarifrunde kein Angebot vorgelegt, aber die Abschaffung der Sozialzuschläge gefordert, "die für die AOK-Beschäftigten einen finanziellen Ausgleich des im GKV-Bereich niedrigeren AOK-Tabellenniveaus darstellen". Laut Verdi würde das für verheiratete Beschäftigte mit zwei Kindern 390 Euro weniger Gehalt im Monat bedeuten. Verdi-Fachbereichsleiterin Sigrid Stenzel sprach von einem Affront.

Der AOK-Bundesverband erklärte, bei den Sozialzuschlägen bestehe Reformbedarf, weil Mitarbeiter unterschiedlich profitierten - das sei eine Frage der Lohngerechtigkeit. Das Thema sollte aber außerhalb der Lohnrunde mit den Gewerkschaften überarbeitet werden, heißt es vom AOK-Bundesverband Die Verhandlungen in diesem Tarifstreit sollen am 25. Februar fortgesetzt werden.

© SZ vom 15.02.2020 / dpa
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