SPD warnt Luchse in Bayern vom Aussterben bedroht

Die Bayern-SPD sorgt sich um die Luchse in Bayern. Die Population im Freistaat sei weit von stabilen Zahlen entfernt, teilte die Partei am Sonntag mit. Aus einem Bericht der Staatsregierung auf Anfrage der SPD-Fraktion gehe hervor, dass 2016 im Oberpfälzer und im Bayerischen Wald 56 Tiere lebten. Damit die Katzenart nicht ausstirbt, seien aber mindestens 250 bis 1000 erwachsene Tiere erforderlich. Anders als im Rest von Deutschland habe sich der Bestand in Bayern seit den 1970er Jahren nicht vergrößert. Der Landtagsabgeordnete Florian von Brunn (SPD) machte Wilderer für die geringe Zahl der Tiere verantwortlich. Hier sei der Staat gefordert, der mit der vollen Härte des Gesetzes gegen Wilderer vorgehen müsse. Nach Ansicht des Bundes Naturschutz in Bayern brauchen die Raubkatzen eigene Reviere auch außerhalb von Nationalparks. Der Abschuss der Tiere in Privatjagdgebieten müsse schärfer geahndet werden, teilte der Verband mit. Mit den Jägern ist man sich den Angaben zufolge einig: Der bayerische Jagdverband begrüße die Rückkehr der scheuen Großkatze ausdrücklich. Ergänzend forderte von Brunn: "Wir brauchen deutlich mehr Grünbrücken und Wildübergänge an Bundesstraßen und Autobahnen".