Schnaittach Angeklagte legt Revision ein

Im Doppelmordprozess von Schnaittach hat die Angeklagte Revision gegen das Urteil eingelegt. Die Verurteilung seiner Mandantin zu lebenslanger Haft wegen Anstiftung zum Mord sei nicht nachvollziehbar, sagte der Verteidiger der 23-Jährigen, Alexander Seifert, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Daher werde das Urteil einer Überprüfung unterzogen. In dem Prozess waren am vergangenen Donnerstag ein 26-jähriger Informatiker und seine Ehefrau wegen der Ermordung der Eltern des Mannes zu jeweils lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sah es als erwiesen an, dass der Sohn in der Nacht auf den 14. Dezember 2017 seine im Bett liegende 66-jährige Mutter mit einem Zimmermannshammer erschlagen hatte. Danach tötete er damit auch seinen 70 Jahre alten Vater. Die Leichen der Opfer hatte die Polizei einige Wochen nach der Tat eingemauert im Garagenanbau des Anwesens im mittelfränkischen Schnaittach (Landkreis Nürnberger Land) entdeckt.