Oberaudorf Brand in Bergwald wieder aufgeflammt

In Kiefersfelden brannte bereits am Donnerstag der Wald. Zwischenzeitlich galt das Feuer als gelöscht - nun ist es wieder ausgebrochen.

(Foto: dpa)

Die Feuerwehr kämpft seit Montagmorgen weiter gegen Glutnester am Schwarzenberg. "Es ist ein Extremeinsatz, von der Taktik und Technik her", sagt der Einsatzleiter.

Nach mühsamem Kampf hatten Feuerwehr und Bergwacht am Samstagabend den Brand in einem Bergwald oberhalb von Oberaudorf im Kreis Rosenheim zunächst gelöscht. Doch die Freude über diesen Erfolg währte nur kurz: Durch den Wind breiteten sich erneut kleinere Brandherde aus, teilte die Polizei am Sonntag mit. Betroffen sei dasselbe Gebiet, in dem schon zuvor ein Feuer ausgebrochen war. An den beiden Stellen war starker Rauch zu sehen. Bei Einbruch der Dunkelheit unterbrachen die Einsatzkräfte die Löscharbeiten, am Montagmorgen wurde der Einsatz fortgesetzt.

16 Feuerwehrleute seien in dem unwegsamen Gelände im Wechsel im Einsatz, berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr, Sebastian Leitner, am Montag. Der Waldbrand sei grundsätzlich unter Kontrolle. Aber: "Es ist ein Extremeinsatz, von der Taktik und Technik her." Die Feuerwehrleute wurden bei ihren Löscharbeiten von Bergwachtlern am Seil gesichert. Mit Schläuchen leiteten sie das Wasser aus einem Löschbehälter, der unweit des Gipfels aufgebaut worden war und mithilfe von Helikoptern befüllt wurde, an die Glutstellen. Für den Nachmittag war ein Hubschrauber mit besonders hoher Löschkapazität angefordert.

Schwierige Situation für Einsatzkräfte bei Brand im Bergwald

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Am Donnerstag hatte es dort erstmals gebrannt. Feuerwehr und Bergwacht waren tagelang im Einsatz. Am Samstagabend meldete die Polizei, der Brand sei gelöscht und alle Einsatzkräfte seien aus dem Einsatz entlassen worden. Lediglich die Feuerwehr Mühlbach war beauftragt worden, bis Sonntagabend den Brandbereich zu kontrollieren, um ein erneutes Aufflammen des Waldbrandes zu verhindern.

Die Einsatzkräfte hatten seit Donnerstag mit aller Kraft gegen den Brand am Schwarzenberg in der Gemeinde Kiefersfelden gekämpft. Anfangs sah die Lage dramatisch aus - nicht zuletzt auch deshalb, weil starker Wind die zahlreichen Glutnester im steilen Hanggebiet immer wieder neu entfacht hatte. Schließlich waren sogar mehrere Hubschrauber sowie 250 Kräfte der Feuerwehr, der Bergwacht, der Polizei und der Rettungsdienste im Einsatz.

Mit aller Kraft hatten sie gegen ein Übergreifen der Flammen auf die Ramsauer Alm ankämpfen müssen, in der Wanderer einkehren und übernachten können. Vorsorglich war die Unterkunft schließlich von der Polizei und Mitgliedern der Bergwacht evakuiert worden.