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Landwirtschaftsministerium:Spargelsaison eröffnet

Saisonkräfte dürfen mit negativem Corona-Test arbeiten

Auch wenn zu Ostern noch nicht viel Spargel auf den Tellern lag - nun soll es richtig losgehen in Bayern: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat am Montag im unterfränkischen Grettstadt gleich selbst angepackt und Spargel gestochen. "Es ist ein körperlich wirklich verdammter Knochenjob", sagte sie zur offiziellen Saisoneröffnung im Landkreis Schweinfurt. "Der Spargel ist nicht irgendein Gemüse, sondern er gehört zu den bedeutendsten Gemüsesorten Bayerns", sagte die Ministerin. Bayernweit seien die Spargelbauern auf Saisonarbeiter vor allem aus Polen, Rumänien und Bulgarien angewiesen, die mit einem negativen Corona-Test auf den Feldern arbeiten dürften. "Da bestehen langjährige Verbindungen, auch zu unseren bayerischen Betrieben." In normalen Jahren helfen laut Bauernverband in den Landwirtschaftsbetrieben im Schnitt 30 000 Saisonkräfte - nicht nur beim Spargel, sondern auch bei Beeren, Salat oder Hopfen. 2020 waren es wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger.

Das größte bayerische Anbaugebiet ist die Region um das oberbayerische Schrobenhausen. Fast 60 Prozent der bayerischen Spargelbetriebe liegen dem Landesamt für Statistik zufolge in Franken. Spargel zählt flächenmäßig zu den bedeutendsten Gemüsekulturen im Freistaat. 2020 bauten 309 Betriebe auf rund 4000 Hektar Spargel an - im Jahr 2003 war die Fläche nur etwa halb so groß. Im vergangenen Jahr pendelten die Preise für den Verkauf ab Hof zwischen 10,50 und zwölf Euro pro Kilo. 17 Jahre zuvor lag der Durchschnittspreis zwischen 6,70 und acht Euro je Kilo. 2020 ernteten die Bauern laut statistischem Landesamt im Durchschnitt 15 358 Tonnen Spargel - auch bedingt durch weniger Saisonarbeitskräfte. Im Jahr davor seien es 23 045 Tonnen gewesen.

© SZ vom 13.04.2021 / dpa
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