Landwirtschaft:Kürbisse werden größer

Kürbisernte in Bayern

Den Kürbissen kommt das Wetter heuer zugute. Sie wachsen prächtig auf den bayerischen Feldern.

(Foto: Nicolas Armer/dpa)

Ernte könnte wegen des Regens in diesem Jahr besser ausfallen

Die Kürbisernte in Bayern könnte in diesem Jahr besser ausfallen als im vergangenen Jahr. Durch die vielen Niederschläge dürften die Früchte größer und schwerer ausfallen, prognostizierte Gartenbauexperte Michael Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mit Sitz in Bonn. Allerdings habe es durch die feuchten Bedingungen mehr Krankheiten an den Pflanzen gegeben, so dass das Laub teilweise frühzeitig abgestorben sei. Unterm Strich sei trotzdem mit einem besseren Ertrag zu rechnen. Nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands in München werden Hokkaido-Kürbisse in einigen Regionen schon geerntet. Die Ernte im großen Stil wird allerdings erst in den kommenden beiden Wochen beginnen, sagte AMI-Experte Koch. Neben dem Hokkaido gehöre der Butternut zu den am meisten angebauten Speisekürbissen im Freistaat. Dahinter kämen Spezialitäten wie der Spaghetti-Kürbis, der Muscat-Kürbis oder der gelbe und rote Zentner.

Bayern ist nach Angaben von Koch das größte Kürbis-Anbaugebiet in Deutschland. Im Freistaat sei im vergangenen Jahr die Anbaufläche nochmals deutlich vergrößert worden. So wurden laut AMI 2020 auf 1248 Hektar Speisekürbisse angebaut, im Jahr zuvor waren es 1023 Hektar. 367 Betriebe bauen demnach Speisekürbisse an. Bedeutende Anbauländer sind auch Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Als Gründe für die gestiegene Anbaufläche und höhere Nachfrage nannte Koch die verstärkte Vermarktung der Früchte in Discountern, aber auch die vermehrte Verwendung von Kürbissen in Kochsendungen oder durch Influencer im Internet. Eine Rolle spiele auch, dass Verbraucher zunehmend wert auf regionale und saisonale Produkte legten. Zudem seien Kürbisse beliebte Grundlagen für Babynahrung.

© SZ vom 01.09.2021 / dpa
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