Krün:Streit über Ausnahme für Luxus-Chalets von G-7-Hotelier

Hotel Schloß Elmau, 2014

Blick auf das Hotel Schloß Elmau

(Foto: Stephan Rumpf)

Die Grünen sehen in der Genehmigung eine nachträgliche Belohnung für die Ausrichtung des Gipfels auf Schloß Elmau. Bayerns Heimatminister Söder reagiert darauf sehr direkt.

Dietmar Müller-Elmau, Gastgeber des G-7-Gipfels, löst wieder einmal großen Wirbel aus - diesmal aber nur bedingt durch eigenes Zutun. Der Hotelier will im Elmauer Tal seit Langem eine Chalet-Siedlung errichten. Eigentlich hätte das millionenschwere Projekt bereits zum G-7-Gipfel im vergangenen Juni fertig sein sollen, doch die Stellungnahme der Regierung von Oberbayern ließ auf sich warten.

Der Grund liegt im Landesentwicklungsprogramm (LEP). Neue Gebäude müssen sich an die Umgebung anpassen, Ausnahmen müssen geprüft werden. Eine Anfrage der Grünen an das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat nun ergeben, dass Müller-Elmaus Projekt unter die "Beherbergungsbetriebsausnahme des LEP" falle und somit wohl gebaut werden dürfe.

Grüne kritisieren Entscheidung

Das Amt verweist auf das Heimatministerium von Markus Söder (CSU). Die grüne Landtagsabgeordnete Claudia Stamm wähnt sich deshalb "wie im schlechten Film". Für sie sei "greifbar, dass Müller-Elmau hier für die Ausrichtung des G-7-Gipfels noch einmal belohnt wird", offenbar mit Söders "ausdrücklichem Segen". Eine Sprecherin des Ministeriums wies die Vorwürfe als "absurd" zurück.

Zuständig für die Anwendung des LEP sei die Regierung von Oberbayern. Die Behörde konnte am Dienstag jedoch keine Auskunft geben. Man müsse den Vorgang erst prüfen, sagte ein Sprecher. Deutlicher wurde Söder: Die Grünen hätten "wohl zu viel Feriensonne abbekommen", sagte der Minister.

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