Infrastruktur Bundeswehr investiert in bayerische Standorte

Die Bundeswehr investiert mehrere Millionen Euro in ihre Infrastruktur in Bayern. Wie schon im vergangenen Jahr sollen heuer mindestens 190 Millionen Euro in Neubauten, Umbauten und Sanierungsmaßnahmen gesteckt werden, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) mitteilte. "In fast allen der mehr als 240 Liegenschaften der Bundeswehr in Bayern werden in den kommenden Jahren Infrastrukturvorhaben realisiert," sagte die BAIUDBw-Sprecherin.

Außer Ausbildungsgebäuden, Sanitätszentren und Sportstätten sollen demnach moderne Unterkünfte entstehen. Unter anderem mit der Einrichtung von Einzelzimmern solle die Attraktivität der Bundeswehr gesteigert werden. Die Liegenschaften der Bundeswehr in Bayern sind nach Auskunft der Sprecherin auf 90 Gemeinden verteilt.

Das den Angaben zufolge größte Bauprojekt im Freistaat wird derzeit im mittelfränkischen Roth umgesetzt. In die dortige Otto-Lilienthal-Kaserne soll im Oktober 2022 die Offiziersschule der Luftwaffe ziehen. Von Herbst 2023 an soll dann der Lehrbetrieb starten. Derzeit ist die Offiziersschule noch in Fürstenfeldbruck (Oberbayern) untergebracht.

Weitere Baumaßnahmen gibt es der Sprecherin des Bundesamtes zufolge an den Ausbildungsstätten im unterfränkischen Hammelburg (Landkreis Bad Kissingen) und im oberbayerischen Pöcking (Landkreis Starnberg). An der Universität der Bundeswehr in Neubiberg im Süden der Landeshauptstadt München werden ebenfalls Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Neben neuen Unterkünften werde dort in diesem Jahr außerdem eine Schwimmhalle fertiggestellt.

Ein weiteres größeres Projekt steht laut Sprecherin im schwäbischen Untermeitingen (Landkreis Augsburg) an. Dort wird die Infrastruktur zur Unterbringung von zehn Transportflugzeugen des Typs A400M errichtet. Die Start- und Landebahn wird unter anderem verstärkt; und neue Roll- und Abstellflächen für die Flugzeuge werden gebaut.