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Hochschule:600 Studienplätze für Augsburg

Söder sagt Ausbau bei Informatik und künstlicher Intelligenz zu

Die Stadt Augsburg soll 600 neue Studienplätze im Bereich künstliche Intelligenz und Informatik bekommen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder beim Neujahrsempfang der Augsburger CSU angekündigt. Das Paket wird wohl Teil der zwei Milliarden Euro schweren Forschungsoffensive für den Freistaat sein, die Söder Ende vergangenen Jahres angekündigt hatte. Es wird erwartet, dass Söder bei der Winterklausur der CSU-Fraktion in Kloster Seeon in den kommenden Tagen weitere Details bekannt geben wird. Wie die 600 Studienplätze in Augsburg zwischen Universität und Hochschule aufgeteilt werden, ist noch unklar. Aber die 600 Plätze in Schwaben dürften nur der Anfang sein. Im Wissenschaftsministerium geht man jedenfalls davon aus, dass Söder in Seeon weitere Studienplätze auf die 20 bayerischen Hochschulen und elf Universitäten verteilen wird. Details kennt das Haus von Minister Bernd Sibler (CSU) aber offenbar nicht.

Mit der großen Innovationsoffensive soll unter anderem die Forschung zu künstlicher Intelligenz und Supertech vorangetrieben werden. Im Zuge dessen sollen 1000 neue Professuren und 10 000 neue Studienplätze entstehen, die Hälfte davon für Informatik. Außerdem sprach Söder im Herbst von 100 neuen Lehrstühlen für künstliche Intelligenz. Die Hochschule Augsburg hatte erst vor Kurzem ein Konzept vorgelegt für sechs neue Studiengänge, die im Bereich künstliche Intelligenz und Informatik entstehen sollen. In einer bayernweit einzigartigen Aktion wird die Forderung nach mehr Studienplätzen in der Region von etwa 150 Unternehmen und allen großen Wirtschaftsverbänden unterstützt.

Details will Söder in Kloster Seeon auch zu seinem Plan verkünden, weitere Behörden von München weg aufs Land zu verlegen, um die Landeshauptstadt zu entlasten und ländliche Regionen zu beleben. Das hatte er in der vergangenen Woche bei einer CSU-Veranstaltung in Weiden verkündet - und damit seine Partei sowie den für Landesplanung zuständigen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) überrascht.

© SZ vom 14.01.2020 / angu, ffu
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