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Gewerkschaft:DGB: Frauen in Bayern oft schlecht bezahlt

Im Freistaat sind nach Angaben der DGB-Vize-Landesvorsitzenden Verena Di Pasquale vor allem Frauen von atypischer Beschäftigung und Niedriglöhnen betroffen. "Viele Frauen arbeiten unfreiwillig in kurzer Teilzeit, in Minijobs oder sind befristet beschäftigt", sagte Di Pasquale am Samstag in München beim zweiten Frauengipfel des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Im Ergebnis habe man es daher mit unsicherer und oft schlecht bezahlter Arbeit zu tun. Dies müsse sich ändern, etwa durch eine Aufwertung bei sogenannten typischen Frauenberufen wie Erzieherinnen oder Pflegefachpersonal. Ein erster wichtiger Schritt in Richtung "Gute Arbeit" sei Di Pasquale zufolge das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit, das nun zügig von der Regierungskoalition in Berlin umgesetzt werden müsse. Kritisch sieht die bayerische DGB-Vizechefin die vorgesehen Ausnahmen und Quoten für kleine und mittlere Betriebe. "Für viele Beschäftigte in kleineren Unternehmen greift das Gesetz also nicht", sagte Di Pasquale. Mehr Selbstbestimmung dürfe allerdings nicht von der Größe des Betriebes abhängen, mahnte sie: "Wir wollen ein wasserdichtes Gesetz, das allen Beschäftigten nutzt."