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Geschichte:Zwölf weitere "Orte der Demokratie"

Bayern soll neben dem Landtag in München zwölf weitere "Orte der Demokratie" bekommen. Es handle sich um Orte, an denen bayerische Demokratiegeschichte geschrieben worden sei, hieß es bei der Vorstellung der Liste am Donnerstag in München. Darauf stehen das Haus der Kramerzunft in Memmingen, das Alte Rathaus in Regensburg, die Verfassungssäule in Gaibach, der Saalbau des Industrie- und Kulturvereins in Nürnberg, der Spiegelsaal der Harmonie in Bamberg, die Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München, das Alte Schloss Herrenchiemsee, der frühere Sitz des Landtags in der Münchner Prannerstraße, dazu Vilshofen an der Donau, quasi als Geburtsort des politischen Aschermittwochs, das Dorf Wohlmuthshüll, wo die ersten freien Wahlen nach der NS-Herrschaft stattfanden, das als "Rebellendorf" bekannte Ermershausen und die Stadt Passau, wegen der Festspiele Europäische Wochen. An allen zwölf Orten, die von einem wissenschaftlichen Beirat empfohlen wurden, sollen Gedenkobjekte installiert werden, auch eine Wanderausstellung ist geplant. "Die vielleicht größte Gefahr für unsere Demokratie liegt in ihrer vermeintlichen Selbstverständlichkeit", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Es gehe darum, Geschichte "konkret fassbar" und Orte der Demokratie insbesondere jungen Menschen zugänglich zu machen.

© SZ vom 23.10.2020 / DPA

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