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Eisbärbaby in Nürnberg:Charlotte tapst los

Eisbären-Mama Vera kuckt erstmal, ob die Luft rein ist - dann tapst die vier Monate alte Charlotte hinterher: Bei ihrem ersten Streifzug durch das Gehege entdeckte das Eisbärbaby die Tücken von Felsen - und die Bequemlichkeit von Stroh.

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Das Nürnberger Eisbär-Baby Charlotte

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Kurz zu den Verwandtschaftsverhältnissen: Charlotte, das ist das Tier mit der Zunge, ist der Nachwuchs einer Moskauerin (Vera) und eines Wieners (Felix), wobei der Wiener jetzt in Stuttgart lebt, während die Moskauerin in Nürnberg eine Bleibe gefunden hat. Dort, wo auch Charlotte gezeugt wurde, Schwester von Flocke, die inzwischen in Südfrankreich lebt. Zu kompliziert? Egal. Charlotte jedenfalls hat jetzt die Geburtshöhle verlassen und nun kommt die gute Nachricht: Sie bleibt erst mal in Franken.

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Charlotte durfte das Eisbärengehege des Nürnberger Tiergartens zum ersten Mal erkunden. Meistens versteckte sie sich zwischen den Beinen von Mama Vera. "Ihre Mutter gibt ihr maximalen Schutz und passt genau auf", sagte Revierleiter Thorsten Krist. "Alles, was sie macht, macht sie von Charlotte abhängig." So verzichtete Vera erst einmal sogar auf ein dringend nötiges Bad, weil das für die Kleine noch zu gefährlich gewesen wäre.

Das Nürnberger Eisbär-Baby Charlotte

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Ein bisschen geplanscht haben die beiden aber doch, natürlich unter strenger Beobachtung. In freier Natur seien die Höhlen meist weit vom Meer entfernt und bis die Jungtiere zum ersten Mal Kontakt mit Wasser hätten, dauere es mehrere Wochen, sagte Revierleiter Krist. Damit Charlotte im großen Gehege nichts passiert, liegen Holzpaletten bereit, die die Pfleger ins Wasser werfen, falls das Tierkind dort in Gefahr gerät.

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Gefährlich kann es aber auch auf den Felsen des Eisbärengeheges im Nürnberger Tiergarten werden: Gleich ein paar Mal plumpste Charlotte von den Steinen hinunter. Aber auch dafür haben die Pfelger vorgesorgt: Zwischen den Felsen haben sie zuvor Stroh ausgelegt.

Das Nürnberger Eisbär-Baby Charlotte

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Die knapp vier Monate alte Charlotte war bei ihrem ersten Frischluft-Besuch erst das dritte Mal unter Menschen. Bisher nur, als die Tierpfleger sie impften und wogen. Seit Charlottes Geburt im November war sie mit ihrer Mutter in der Geburtshöhle.

Charlotte ist die Schwester von Flocke, deren Geburt 2007 für riesiges öffentliches Interesse sorgte - ähnlich, wie bei den Münchner Eisbären Nela und Nobby. Revierleiter Thorsten Krist hofft, dass der "Hype" bei Charlotte nicht ganz so groß wird. Charlotte soll nun etwa zwei bis zweieinhalb Jahre bei ihrer Mutter bleiben und dann an einen anderen Zoo abgegeben werden.

© Süddeutsche.de/dpa//axi/infu
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