Claudia Koreck: Mein Traunstein:"Vorsicht beim Frisör - meine Mama erzählt mir alles!"

Ein Ort für Livemusik fehlt, ansonsten hat Claudia Koreck wenig an Traunstein auszusetzen. Im Fragebogen gibt die Sängerin Ausflugstipps, beschreibt ihr "Dahoam-Gefühl" - und warnt Lästerer.

Tobias Dorfer

Jeder Ort hat kleine Geschichten und große Geheimnisse. Und wer könnte diese Geheimnisse besser lüften als jemand, der dort wohnt - oder der dort zumindest eine ganze Weile gelebt hat? Auf sueddeutsche.de präsentiert jede Woche ein Prominenter im sueddeutsche.de-Fragebogen "sein Bayern". Heute stellt die Sängerin Claudia Koreck ihre Heimatstadt Traunstein vor.

Claudia Koreck: Mein Traunstein: Claudia Koreck schaffte im Sommer 2007 mit dem Song Fliang den Durchbruch.

Claudia Koreck schaffte im Sommer 2007 mit dem Song Fliang den Durchbruch.

(Foto: Robert Haas)

Kann man mit bairischer Musik im Pop-Zirkus Erfolg haben? Man kann! Mit Fliang lieferte die damals 21 Jahre alte Sängerin Claudia Koreck den Soundtrack zum Sommers 2007. Das Album stieg auf Platz 15 der deutschen Charts ein. Zwei Jahre später durfte die junge Liedermacherin ihr Bundesland sogar bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest vertreten. Inzwischen hat Koreck ihrer Heimatstadt Traunstein den Rücken gekehrt und lebt in München.

Fragebogen

Sie haben in Traunstein gelebt. Warum sind Sie weggezogen?

Der Musik wegen. In Traunstein war einfach unglaublich wenig los, was das betrifft. Weder Möglichkeiten für Auftritte noch großartige Chancen, Leute aus der Musikbranche kennenzulernen.

Das Schönste an Traunstein ist...

Seine Überschaubarkeit und Gemütlichkeit! Ich liebe im Sommer das leicht italienische Flair,das am Stadtplatz herrscht, mit vielen Cafes und Eisdielen...

Am meisten geärgert habe ich mich in Traunstein über...

Das Gerede der "Leute". Meine Mama arbeitet in einem Friseursalon und dort erfährt sie wirklich ALLES! In der Hinsicht ist Traunstein ein Dorf... Und es ärgert mich, dass in Traunstein so wenig für junge Leute gemacht wird. Es leben ja wirklich viele Menschen hier, aber wenn man Abends was erleben will, muss man meistens fast nach Salzburg oder München fahren. Und das ist schade, denn es gab mal viele gemütliche Pubs, die zum Teil wegen unbezahlbarer Pacht wieder schließen mussten. In der Hinsicht könnte Traunstein echt mehr aus sich machen!

Ihr schönstes Erlebnis in Traunstein?

Ich verbinde mit Traunstein einfach ein allgemeines "wohliges" Heimatgefühl. Meine Kindheit war total schön, wir waren in der Nachbarschaft viele Kinder und wirklich fast immer draußen, haben an der Traun gespielt, waren im Wald unterwegs und haben später die ganze Stadt unsicher gemacht. Meine Freundin Lisa und ich waren unzertrennlich und unsere Freundschaft war vielleicht das schönste "Erlebnis", das ich neben vielen anderen Sachen mit Traunstein verbinde.

Welches ist ihr liebster Platz in Traunstein - und warum?

Der Stadtplatz, weil man da so schön mit einem Eis in der Hand am Brunnen sitzen und die Leute beobachten kann. Allerdings nicht nach 18 Uhr, weil dann werden langsam die Gehsteige hochgeklappt.

Wo sollte jeder Besucher mal ein Bier trinken, wo schmeckt das Essen besonders gut?

Das ist jetzt gemein, denn wir haben drei gute Brauereien. Und als Frau kenn ich mich da jetzt nicht sooo gut aus, aber die Männer loben sehr das Wochinger Bier (schmeckt mir auch sehr gut), die haben auch einen sehr schönen, gemütlichen Biergarten, den ich im Sommer jedem empfehlen kann. Essen kann man wirklich sehr gut beim Schnitzelbaumer, und auch die haben ein super Bier. Und das Traunsteiner Hofbräuhaus braut auch gutes Bier. Also ich würde als Besucher auf alle Fälle alle Biere mal durchprobieren, weil Traunstein nämlich eine Bierstadt ist.

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