Christine Theiss: Mein Bayreuth:"In der wagnerfreien Zeit sind die Portionen größer"

Bayreuth ist mehr als nur Wagner-Stadt, sagt Kickboxerin Christine Theiss. Da wären: ein heimeliger Wochenmarkt, großartige Restaurants und ein Juwel als Opernhaus. Nur ein richtiger Fluss fehlt.

Tobias Dorfer

Jeder Ort hat kleine Geschichten und große Geheimnisse. Und wer könnte diese Geheimnisse besser lüften, als jemand, der dort wohnt - oder der dort zumindest eine ganze Weile gelebt hat? Auf sueddeutsche.de präsentiert jede Woche ein Prominenter "sein Bayern". Heute stellt die Kickboxerin Christine Theiss ihre Heimatstadt Bayreuth vor.

Kickboxen, Christine Theiss, mit Mladen Steko und dem Münchner Besim Kabashi.

Christine Theiss ist seit mehr als drei Jahren Weltmeisterin im Kickboxen. Die 30-Jährige ist aber auch promovierte Medizinerin.

(Foto: oh)

Die Fernsehzuschauer kennen Christine Theiss als Weltmeisterin der World Kickboxing Association (WKA). Doch sie ist nicht nur sportlich erfolgreich. Theiss hat Medizin studiert - und darin promoviert. Geboren im thüringischen Greiz, ist Theiss in Bayreuth aufgewachsen, dort arbeitete sie auch in der elterlichen Praxis als Arzthelferin. Inzwischen lebt Christine Theiss mit ihrem Ehemann in München und konzentriert sich aufs Kickboxen.

Sie haben in Bayreuth gelebt. Warum sind Sie weggezogen?

Ich habe in München einen Studienplatz für Medizin erhalten.

Das Schönste an Bayreuth ...

... sind die liebevolle und aufwendige Bepflanzung der gesamten Innenstadt, sowie die nicht vom Krieg zerstörten Sandsteinhäuser, die wunderschöne Umgebung und die Menschen und, und, und ...

Am meisten ärgere ich mich in Bayreuth darüber, ...

... dass überhöhte Ladenmieten schon viele kleine Geschäfte und Kneipen aus meiner Jugendzeit kaputtgemacht haben.

Ihr schönstes Erlebnis in Bayreuth?

Das Jahr 1999: frisch verliebt, Abi, viele gute Feten, dieses Gefühl von Freiheit und ein toller Sommer.

Welches ist Ihr liebster Platz in Bayreuth - und warum?

Ich liebe es, mit meiner Mutter über den Wochenmarkt in der Rotmainhalle zu tingeln. Da scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, dieselben Verkäufer wie vor zehn Jahren, dieselben Kunden, dasselbe Sortiment und jeder kennt jeden.

Wo sollte jeder Besucher mal ein Bier trinken, wo schmeckt das Essen besonders gut?

In der Stadt schmeckt das Bier am besten im Biergarten "Herzogkeller". Ansonsten kann ich zum Bier in dieser Gegend nur sagen: "Auf in die Fränkische Schweiz und die Dörfer durchprobieren!" Für das Leckermaul empfehle ich das "Herpich's" in Jean Pauls Wohnhaus (Friedrichstraße) - dabei empfiehlt es sich, unbedingt Heiner Herpich persönlich kennenzulernen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB