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Bildungspolitik:SPD fordert mehr Schulpsychologen

Würzburg, München und Ansbach haben am Montag auch bei der traditionellen Abrechnung der SPD zum Schuljahresende die Stimmung gedämpft. Aber Martin Güll, der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, wünschte sich trotzdem, dass die Minister bei der Klausur in St. Quirin nicht nur über Stellen für die Polizei sprechen, sondern auch über Prävention an Schulen. "Es ist kein Luxus, wenn Lehrer an jeder Schule Psychologen und Sozialarbeiter an ihrer Seite haben", sagte Güll. Unterstützungssysteme seien wichtig, damit Lehrer und Mitschüler früh erkennen, wenn Kinder sich zurückziehen oder radikalisieren. "Die Radikalisierung bis hin zu einem Amoklauf ist nichts, was von heute auf morgen passiert. Das geht oft über Jahre", sagte Güll. Momentan gibt es 880 staatliche Schulpsychologen für 6000 Schulen. Die meisten sind Lehrer, die sich neben ihren Fächern um psychologische Beratung kümmern.