Bildung Zwischenzeugnis für eine Million Schüler

Rund eine Million Schüler in Bayern haben am Freitag ihre Zwischenzeugnisse erhalten. "Das Zwischenzeugnis ist eine wertvolle Rückmeldung über den individuellen Leistungsstand. Es bietet auch die Chance, Weichenstellungen für das zweite Halbjahr vorzunehmen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (FW). Für den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) sind die Zwischenzeugnisse ein fragwürdiges Ritual. "Wir sollten uns der Frage stellen, ob Noten noch zeitgemäß sind und den Prinzipien modernen Lernens entsprechen", sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Sie forderte, die einzelnen Schüler in den Mittelpunkt zu rücken - nicht die Noten. "Noten bereiten Schüler auf die Lebenswirklichkeit vor", sagte der Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm. Wer in der Schule nicht lerne, anhand klarer Leistungskriterien beurteilt zu werden, werde auch im Berufsleben Schwierigkeiten haben, mit Feedback umzugehen.