Pumpernudl

Eines der begehrtesten Mitbringsel aus dem Freistaat scheint ein Ortsschild zu sein. Im Dorf Pumpernudl im Landkreis Freising kann man ein Lied davon singen - regelmäßig wird das Schild geklaut. Nur: Warum heißt Pumpernudl eigentlich Pumpernudl? Ein Bewohner glaubt, der Name hinge mit der kargen Landschaft zusammen, in der sich wenig Butter und Schmalz herstellen ließ - was wiederum zur Folge hatte, dass die Nudeln hart waren und wenn sie auf den Boden fielen ordentlich "pumperten". Wahrscheinlicher ist jedoch ein anderer Ursprung des Namens: In dem Manuskript einer Pfarrei aus dem Jahr 1491 ist von einem "Hans der Pumperlurer" die Rede - er dürfte der Namensgeber dieses Ortes gewesen sein. Und das wiederum könnte der Spottname für einen Menschen gewesen sein, der sich beim "luren" (heimlich etwas beobachten) ziemlich tollpatschig anstellte.

Bild: Graphik: sueddeutsche.de, S. Kaiser 4. Januar 2011, 09:542011-01-04 09:54:25 © sueddeutsche.de