Bayern-Ei-Skandal Erstmals leitet Frau Untersuchungsausschuss

Die Münchner Landtagsabgeordnete Mechthilde Wittmann (CSU) wird den Untersuchungsausschuss zum Skandal um die mit Salmonellen belasteten Eier der Firma Bayern-Ei leiten. Das hat die CSU-Fraktion am Mittwoch einstimmig beschlossen. Wittmann sei damit die erste Frau in der Geschichte des Landtags an der Spitze eines derartigen Gremiums. Die Nominierung der Juristin muss allerdings noch vom Parlament bestätigt werden. SPD, Freie Wähler und Grüne beantragen den Untersuchungsausschuss, weil sie der Staatsregierung mangelnde Aufklärung vorwerfen. Die CSU hat zudem zwei weitere Personalentscheidungen getroffen. Zur stellvertretenden Fraktionschefin wurde mit 97 Prozent der Stimmen die Oberbayerin Ingrid Heckner gewählt. Sie folgt auf Kerstin Schreyer, die im März ihre Stelle als Integrationsbeauftragte der Staatsregierung antreten wird. Ihr Vorgänger Martin Neumeyer war zum Landrat von Kelheim gewählt worden. Neumeyers Aufgabe als Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Integration und Islam" in der CSU-Fraktion übernimmt der parlamentarische Geschäftsführer Josef Zellmeier.